No Man’s Sky ist am 24. Juli 2018 erstmals für Xbox One erschienen. Hello Games hat den Termin am 17. Mai 2018 über Xbox Wire angekündigt und das parallel zu PlayStation 4 und PC veröffentlichte Update 1.5 mit dem Namen NEXT direkt in den Day-One-Build der Xbox-Fassung integriert. Damit kam die Konsolenversion nicht als Rohzustand des Ursprungsspiels von 2016, sondern mit dem vollständigen Funktionsumfang aus zwei Jahren Weiterentwicklung. Studiogründer Sean Murray bezeichnete NEXT als bislang größtes Update des Spiels.
Vier Updates in einem Day-One-Build
Die Xbox-One-Version enthielt ab dem ersten Start die drei vorherigen Großaktualisierungen Foundation, Pathfinder und Atlas Rises sowie das neue NEXT-Update und zahlreiche kleinere Patches. Für Hello Games bedeutete das, den über knapp zwei Jahre auf PlayStation 4 und PC gewachsenen Stand in einen einzigen, konsolidierten Auslieferungsstand für die neue Plattform zu bündeln. NEXT brachte die größten Änderungen an Spielsystemen seit dem Launch: einen vollwertigen Mehrspielermodus, eine überarbeitete Basisbau-Mechanik mit Hunderten neuen Bauteilen, eine optionale Third-Person-Perspektive, Charakteranpassung sowie überarbeitete Frachter-, Crafting- und Bedienoberflächen. Auch der Spieleinstieg wurde neu strukturiert. Murray verwies darauf, dass das Team den Mehrspielermodus zum Ankündigungszeitpunkt bereits seit rund sechs Monaten testete. Wie weit das Studio die langfristige Pflege seiner Spielstände treibt, zeigte sich später, als ein Hello-Games-Entwickler einen 611 Stunden alten Spielstand reparierte.
Der Mehrspielermodus erlaubt gemeinsames Erkunden, das Aufeinandertreffen zufälliger Reisender, den kooperativen Aufbau von Stützpunkten und Kolonien, Raumkämpfe sowie Exocraft-Rennen über teilbare Strecken. Der physische Vertrieb der Xbox-One-Fassung lag bei 505 Games.
Portierung auf Xbox One X mit 4K und HDR
Technisch interessant ist die Anpassung an die Xbox-One-X-Hardware. Die Konsole gibt das prozedural generierte Universum in nativer 4K-Auflösung sowie mit HDR aus. Hello Games stellte dafür zwei Bildmodi zur Wahl: eine High-Quality-Option mit nativem 2160p und einen High-Performance-Modus, der mit 1440p bei 60 Bildern pro Sekunde läuft. So konnten Besitzer der leistungsstärkeren Konsole zwischen Bildqualität und Bildrate abwägen. Die durchgängig prozedurale Generierung von Planeten, Flora, Fauna und Himmelskörpern stellt dabei andere Anforderungen an die Hardware als statisch vorgefertigte Spielwelten, da Geometrie und Texturierung erst zur Laufzeit erzeugt werden.