No Man’s Sky: ASA weist Beschwerden zur Steam-Werbung zurück

Die britische Advertising Standards Authority hat am 30. November 2016 23 Beschwerden gegen die Steam-Werbung für No Man’s Sky zurückgewiesen. Sie stellte keinen Verstoß gegen den geprüften Werbekodex fest und verlangte keine weiteren Maßnahmen. Gegenstand waren Videos, Screenshots und Beschreibungstexte der Store-Seite.

Prozedurale Welten und Kaufentscheidung

Die ASA berücksichtigte, dass prozedurale Generierung unterschiedliche Spielerlebnisse hervorbringt. Sie verglich deshalb die Art der gezeigten Inhalte mit dem Spiel und den vorgelegten Aufnahmen, nicht die identische Wiederholung jeder Szene.

Nicht jede Abweichung wurde damit bestritten: Die ASA konnte einzelne dargestellte Abläufe nicht nachvollziehen. Sie bewertete diese kurzen Szenen im Gesamtkontext aber als nicht wesentlich für die Kaufentscheidung. Die Entscheidung ist keine Bestätigung, dass jedes Werbedetail exakt im Spiel vorkam.

Für die Vermarktung ist die Unterscheidung wichtig: Der geprüfte Gesamteindruck einer Anzeige und die technische Reproduzierbarkeit einer einzelnen Szene sind verschiedene Fragen. Eine Werbeentscheidung ersetzt weder einen Produkttest noch ein allgemeines Qualitätsurteil.

Unabhängig davon hatte Valve 2015 ein standardisiertes Rückerstattungsverfahren für Steam mit 14-Tage- und Zwei-Stunden-Regel eingeführt. Ein Rückerstattungsantrag und eine Beschwerde über Werbung sind unterschiedliche Verfahren. Aus dem ASA-Ergebnis folgt keine Aussage über den Ausgang eines individuellen Rückerstattungsantrags.

Archivhinweis: Der Beitrag dokumentiert den Abschluss der Prüfung im November 2016, nicht eine weiterhin offene Untersuchung. Das offizielle Atlas-Logo dient als Symbolbild und ist kein geprüftes Werbemotiv des Verfahrens.

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