Nintendo Co., Ltd. hat am 3. Februar 2026 die Finanzergebnisse für das dritte Quartal des am 31. März 2026 endenden Geschäftsjahres vorgelegt und dabei die Verkaufszahlen der Switch 2 für die ersten neun Monate genannt. Die im Juni 2025 eingeführte Konsole kam zum 31. Dezember 2025 auf kumuliert 17,37 Millionen Einheiten. Nach rund sieben Monaten am Markt liegt die Switch 2 damit schon über dem, was die Wii U in ihrer gesamten Laufzeit von etwa fünf Jahren schaffte: 13,56 Millionen Einheiten.
Allein im Weihnachtsquartal von Oktober bis Dezember 2025 verkaufte Nintendo rund 7 Millionen Switch-2-Konsolen. Die ursprüngliche Switch kommt über ihren gesamten Lebenszyklus auf 155,37 Millionen Stück. Bei der Software stehen für die Switch 2 bislang 37,93 Millionen verkaufte Titel zu Buche. Der Starttitel Mario Kart World erreichte davon 14,03 Millionen Einheiten samt gebundelter Exemplare. Bei 17,37 Millionen Konsolen sind das mehr als 80 Prozent Attach-Rate.
Umsatz fast verdoppelt, Marge bleibt zurück
Auf Konzernebene meldet Nintendo für die neun Monate einen Nettoumsatz von 1.905,8 Milliarden Yen, ein Plus von 99,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das Betriebsergebnis kletterte um 21,3 Prozent auf 300,3 Milliarden Yen. Der den Eigentuemern des Mutterunternehmens zuzurechnende Periodengewinn legte um 51,3 Prozent auf 358,8 Milliarden Yen zu. Den Umsatzsprung treibt vor allem der Hardwarestart mit dem zugehörigen Softwaregeschäft. Das Betriebsergebnis wächst dagegen merklich langsamer, weil die neue Plattform hohe Material- und Anlaufkosten mitbringt.
Dass der Umsatz stark steigt, die Marge aber hinterherhinkt, kennt man von jeder Konsolengeneration im Hochlauf. Dass der Periodengewinn trotzdem über dem Betriebsergebnis liegt, geht unter anderem auf Finanzerträge und Wechselkurseffekte zurück. Bei Nintendo bleibt das Hardwaregeschäft also zunächst der teure Teil der Rechnung.
Prognose bleibt bei 19 Millionen Einheiten
An der im November 2025 angehobenen Absatzprognose von 19 Millionen Switch-2-Konsolen für das Geschäftsjahr bis Ende März 2026 hält Nintendo fest. Nach neun Monaten und 17,37 Millionen verkauften Einheiten bleiben rechnerisch rund 1,63 Millionen Stück für das Schlussquartal, eine Größenordnung, die nach bisherigem Verlauf gut machbar wirkt. Trotz des kräftigen Weihnachtsgeschäfts hob der Konzern die Prognose nicht weiter an.
Auffällig ist das Tempo im Vergleich zur Vorgängergeneration. Die Wii U gilt als schwächste Heimkonsole des Konzerns, und ihre Lebenszeit-Verkaufszahl hat die Switch 2 bereits im ersten Geschäftsjahr hinter sich gelassen. Dabei fehlten zum Stichtag noch zentrale Erstanbieter-Titel wie ein neues Hauptserien-Zelda oder ein klassisches 3D-Mario. Was an Verkäufen noch drinsteckt, lässt sich daran gut ablesen.
