Tyler „Ninja“ Blevins streamt nur noch bei Mixer. Microsoft hat den Streamer exklusiv an seinen eigenen Dienst gebunden, die Vereinbarung wurde am 1. August 2019 offiziell bekannt gegeben. Laut der Mitteilung folgen ihm weltweit über 40 Millionen Menschen, womit er zu den größten Namen der Gamingbranche gehört. Seine Inhalte laufen ab sofort nur noch unter mixer.com/Ninja. Die Stoßrichtung ist klar: Microsoft greift damit den Marktführer Twitch an, auf dem Blevins seine Reichweite überhaupt erst aufgebaut hatte.
Warum Blevins zu Mixer geht
Microsoft hatte die Plattform 2016 übernommen und in Mixer umbenannt. Mit der Exklusivbindung will der Konzern sie gegen das dominierende Twitch in Stellung bringen. Blevins selbst verweist in der Mitteilung auf seine Spielerlaufbahn: „My roots as a gamer started with Halo, so working with Microsoft and coming over to Mixer felt like a natural next step.“ Brandon Freytag, CEO der Talentagentur Loaded, die Blevins vertritt, sagte, dessen langfristige Pläne passten gut zu dem, was Mixer beim Live-Streaming vorhabe. Zu Vertragskonditionen oder Summen schwieg die offizielle Mitteilung. In der Folge kursierten Branchenschätzungen im zweistelligen Millionenbereich, bestätigt wurde davon nichts.
Was der Wechsel für den Streamingmarkt bedeutet
Einen der bekanntesten Streamer überhaupt zu verpflichten, soll Reichweite und Nutzerzahlen Richtung Mixer ziehen. Seine auf Twitch aufgebaute Followerbasis konnte Blevins dabei nicht mitnehmen, sie war schlicht nicht übertragbar. Sein Debüt auf der neuen Plattform lief vom 2. bis 4. August 2019 beim Lollapalooza-Festival. Damals warben gleich mehrere Anbieter mit teuren Exklusivverträgen um prominente Ersteller, um die Karten im Streamingmarkt neu zu mischen. Für Microsoft war die Verpflichtung der sichtbarste Versuch, Mixer aus der Nische in den Kampf um Aufmerksamkeit und Werbeeinnahmen zu holen. Den vollständigen Hintergrund zur Plattform liefert das Dossier von XboxDev.