Ninja und Drake stellen mit Fortnite-Stream neuen Twitch-Zuschauerrekord auf

Tyler Blevins, den die meisten nur als Ninja kennen, hat am 14. und 15. März 2018 zusammen mit dem Rapper Drake einen Reichweitenrekord auf Twitch geknackt. Das Branchenmedium GeekWire berichtete am 15. März 2018 von einem Spitzenwert von rund 628.000 gleichzeitigen Zuschauern. Die alte Bestmarke für einen einzelnen Kanal lag bei etwa 388.000 zeitgleichen Zuschauern und stammte vom Streamer Dr Disrespect. Die wurde damit klar pulverisiert.

Wie der Stream ablief und wer dazukam

Ninja zeigte das Spielgeschehen aus Fortnite Battle Royale auf seinem Kanal, die Sprachverbindung mit Drake lief über Discord. Nach und nach kamen weitere prominente Namen dazu, etwa der Musiker Travis Scott und JuJu Smith-Schuster, NFL-Profi bei den Pittsburgh Steelers. Später machte Unternehmer Kim Dotcom das Quartett komplett. Der große Schub kam, als Drake einen Tweet an seine Millionen Follower absetzte, der direkt zu Ninjas Twitch-Kanal verlinkte. Danach strömten die Zuschauer in Massen herein. Wer sehen will, wie sehr sich diese Streaming-Kultur seither professionalisiert hat, findet einen Eindruck im Rückblick auf zehn Jahre Livestreaming bei der TwitchCon Europe.

Was Twitch dazu sagte und was dahintersteckt

Auch Twitch selbst meldete sich zu Wort. Kate Jhaveri, dort für das Marketing zuständig, nannte das Treffen eines führenden Spielers und eines Musikers auf der Plattform einen kulturellen Moment für die Wahrnehmung von Social Video. Ninja kam zum Zeitpunkt des Streams nach eigenen Angaben auf mehr als drei Millionen Follower und über 160.000 zahlende Abonnenten. Musik, Sport und Live-Gaming wachsen also zusehends zusammen, und bei reichweitenstarken Kanälen geht es um echtes Geld: Monatseinnahmen im oberen sechsstelligen Bereich sind dort möglich.

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