Neuseeland: Commerce Commission erteilt Clearance für Microsofts Activision-Kauf

Die neuseelaendische Commerce Commission hat am 8. August 2023 die Clearance erteilt. Damit darf der Konzern den Erwerb von 100 Prozent der Stammaktien von Activision Blizzard abschließen. Nach Einschätzung der Wettbewerbsbehörde verringert der Zusammenschluss den Wettbewerb in keinem neuseelaendischen Markt erheblich. Eine weitere regulatorische Hürde für die rund 69 Milliarden US-Dollar schwere Transaktion ist damit genommen.

Was die Behörde geprüft hat

Im Zentrum stand die Frage, ob der Konzern nach dem Zusammenschluss in der Lage und gewillt wäre, Konkurrenten wie Sony und NVIDIA vom Zugang zu Activision-Titeln auf Konsolen und Cloud-Plattformen auszuschließen. Die Behörde nahm dazu die Stellung beider Unternehmen im PC-, Konsolen- und Mobilbereich unter die Lupe, dazu die Position bei Spielkonsolen und Cloud-Diensten. Substanzielle Bedenken, die einer Freigabe entgegengestanden hätten, fand sie nicht.

Commission Chair Dr John Small kommentierte die Entscheidung so: „While Activision games, in particular Call of Duty, are popular with New Zealand gamers, our enquiries did not find that they are likely to be ‚must have‘ in order to compete with Microsoft in New Zealand.“ Die betroffenen Spiele gelten lokal also nicht als wettbewerbsentscheidend, auch wenn Titel wie Call of Duty, Overwatch und World of Warcraft bei neuseelaendischen Spielern beliebt sind. Die ausführliche schriftliche Begründung ist nach Angaben der Behörde über das Case Register der Commerce Commission abrufbar.

Ein Ja unter vielen Verfahren

Die neuseelaendische Freigabe ist eine von vielen Genehmigungen, die der Konzern für die Activision-Übernahme rund um den Globus einholen musste. Mehrere Jurisdiktionen winkten die Transaktion durch. Anderswo verlief die Prüfung deutlich konfliktreicher, vor allem in Grossbritannien und den USA, wo der Markt für Cloud-Gaming im Mittelpunkt stand. Genau diese Cloud-Frage bewerteten die einzelnen Behörden unterschiedlich. Mehr Hintergrund zum gesamten Verfahren liefert die Berichterstattung von XboxDev.

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