Karol Severin von MIDiA Research empfiehlt Entertainment-Anbietern, neben der Nutzung auch die Zufriedenheit zu messen. James Batchelor berichtete am 4. Dezember 2019 bei GamesIndustry.biz über einen Vortrag des Analysten aus dem Vormonat.
Severins Argument: Lange Sitzungen bedeuten nicht zwangsläufig ein gutes Erlebnis. Auch die Suche nach passenden Inhalten kann Zeit kosten und Frust erzeugen. Nutzungsdauer allein bilde diesen Unterschied nicht ab.
Kündigungsrisiken können hinter Engagement verschwinden
Bei Abonnements könne Unzufriedenheit wachsen, bevor Kündigungen in den Kennzahlen sichtbar würden. Severin sah durch zusätzliche Spiele- und Videodienste stärkere Konkurrenz um begrenzte Freizeit. Xbox Game Pass gehörte zu seinen Beispielen für den Wechsel vom Besitz zum Zugang.
Er plädierte deshalb für eine bessere Inhaltsentdeckung und positive Nutzungserfahrungen statt allein für größere Kataloge. Die Aussagen sind eine strategische Einschätzung aus dem Jahr 2019, keine repräsentative Zufriedenheitsmessung.

