Microsoft soll mit jeder verkauften Xbox Series X/S derzeit rund 150 US-Dollar Verlust machen. Das berichtet Golem.de unter Berufung auf Windows Central und informierte Quellen. Hauptgrund seien die zuletzt stark gestiegenen Kosten für Speicherbausteine, die die Herstellung moderner Konsolen deutlich verteuert haben.
Auch die für August 2026 in zahlreichen Märkten angekündigten Preiserhöhungen dürften daran wenig ändern. Nach Einschätzung des Berichts verliert Microsoft auch nach den Anpassungen weiterhin Geld mit jeder verkauften Konsole. Eine konkrete Verlustsumme für die Zeit nach den Preiserhöhungen nennt Windows Central allerdings nicht.
Der Verlust pro Gerät ist für Konsolenhersteller kein neues Phänomen: Hardware wird traditionell oft mit geringer Marge oder sogar unter Einstand verkauft, während die Gewinne über Spieleverkäufe, Abos und den eigenen Store erwirtschaftet werden. Für Microsoft kommen aktuell aber besonders hohe Komponentenkosten hinzu, die das klassische Modell belasten.
