Microsoft und NVIDIA: 10-Jahres-Deal bringt Xbox-PC-Spiele auf GeForce NOW

Microsoft und NVIDIA haben am 21. Februar 2023 eine zehnjährige Vereinbarung angekündigt, die Xbox-PC-Spiele auf den Cloud-Gaming-Dienst GeForce NOW bringt. Die Bekanntgabe erfolgte am Rande eines Termins in Brüssel, bei dem sich Microsoft mit der EU-Kommission austauschte. Über GeForce NOW lassen sich damit PC-Titel aus dem Microsoft Store streamen, darunter Eigenproduktionen wie Halo, Minecraft und The Elder Scrolls. Nach Abschluss der geplanten Übernahme von Activision Blizzard sollen zudem deren PC-Titel wie Call of Duty hinzukommen.

Die Vereinbarung adressiert ein technisches und ein vertriebliches Element zugleich. Gestreamt werden die Spiele auf PCs, macOS-Geräte, Chromebooks, Smartphones und weitere Endgeräte. Voraussetzung ist, dass Nutzer die jeweiligen Titel besitzen. NVIDIA beziffert die Reichweite von GeForce NOW auf mehr als 25 Millionen Mitglieder in über 100 Ländern. Für Microsoft bedeutet die Anbindung, dass die hauseigenen PC-Spiele über eine zusätzliche Cloud-Gaming-Infrastruktur erreichbar werden, ohne dass eigene Rechenzentrumskapazität im selben Umfang aufgebaut werden muss.

Regulatorischer Hintergrund der Vereinbarung

Die Ankündigung hat eine kartellrechtliche Dimension. NVIDIA hatte zuvor Bedenken gegenüber der von Microsoft angestrebten Activision-Blizzard-Übernahme geäußert, die unter anderem bei der US-Handelsbehörde FTC vorgebracht wurden. Mit der nun getroffenen Zehnjahresvereinbarung erklärte NVIDIA, dass die zugrunde liegenden Bedenken ausgeräumt seien. Das Unternehmen sicherte der Transaktion seine volle Unterstützung für die regulatorische Freigabe zu. Der Schritt reihte sich in eine Folge vergleichbarer Zusagen ein, mit denen Microsoft den Zugang zu seinen Spielen über konkurrierende Plattformen vertraglich absicherte.

Aussagen der Beteiligten

Phil Spencer, CEO von Microsoft Gaming, erklärte, die Partnerschaft helfe dabei, NVIDIAs Katalog um Titel wie Call of Duty zu erweitern, und gebe Entwicklern zugleich mehr Wege, Spiele per Streaming anzubieten. Jeff Fisher, Senior Vice President für GeForce bei NVIDIA, führte aus, dass durch die Zusammenarbeit mehr der weltweit populärsten Titel mit einem Klick aus der Cloud verfügbar würden und so von zusätzlichen Millionen Spielern genutzt werden könnten. Beide Unternehmen werteten die Vereinbarung als Beitrag zu mehr Auswahl im PC- und Cloud-Gaming.

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