Microsoft hat am 7. Januar 1999 die Übernahme des Chicagoer Entwicklers FASA Interactive Technologies Inc. mitsamt der Muttergesellschaft Virtual Worlds Entertainment Group Inc. bekanntgegeben. Damit gehen die exklusiven, zeitlich unbegrenzten elektronischen Rechte am BattleTech-Universum an den Konzern, darunter die PC-Reihen MechWarrior und MechCommander. Was der Kauf gekostet hat, blieb offen.
Eine etablierte Marke wechselt den Besitzer
FASA Interactive entstand 1994 und machte sich mit Action-Simulationen und Strategietiteln einen Namen. Kommerziell zählt die Reihe zu den erfolgreichsten im PC-Markt: MechWarrior 2 und die dazugehörigen Erweiterungen spielten nach Konzernangaben mehr als 70 Millionen US-Dollar ein. Ed Fries, General Manager der Spielesparte, sagte dazu: „Die MechWarrior-Reihe ist eine der meistverkauften PC-Spielserien der Geschichte und steht für wegweisende Technologie und überzeugendes Gameplay.“ Ähnliche Studioübernahmen verfolgt der Konzern bis heute, etwa als Microsoft sich von Tango Gameworks trennte und Krafton übernahm.
Nicht nur die Rechte wandern nach Redmond, sondern auch das Team. Die Belegschaft von FASA Interactive geht in die dortige Produktentwicklung über und arbeitet weiter an den angekündigten Titeln MechWarrior 4 und MechCommander 2. Mit dabei ist Jordan Weisman, Chief Creative Officer von FASA Interactive und Mitschöpfer des BattleTech-Universums bei der FASA Corp.
Microsoft will die Marke ins Internet bringen
Mort Weisman, CEO der FASA Corp., begründete den Verkauf mit der Schlagkraft des Käufers: „Wir sind überzeugt, dass die Technologiekompetenz, die finanziellen Mittel, die globalen Vertriebskanäle und die Marketingstärke von Microsoft das BattleTech-Universum erweitern werden.“ Der Konzern kündigte an, die Marke über klassische PC-Spiele hinaus auch online verfügbar zu machen. Neben BattleTech schaut sich Microsoft auch weitere FASA-Welten wie Shadowrun, EarthDawn und Renegade Legion auf mögliche Verwertung an.