Microsoft streicht 10.000 Stellen, Gaming-Studios 343 Industries und Bethesda betroffen

Microsoft baut rund 10.000 Stellen ab. CEO Satya Nadella teilte das am 18. Januar 2023 in einer internen E-Mail an die Belegschaft mit. Das sind nach Unternehmensangaben weniger als fünf Prozent aller Beschäftigten. Abgeschlossen sein soll der Abbau bis zum Ende des dritten Geschäftsquartals des Fiskaljahres 2023, also bis Ende März 2023. Als Grund nennt Microsoft die Notwendigkeit, die Kostenstruktur an die Umsatzentwicklung anzupassen, weil sich das Ausgabeverhalten der Kunden verändert.

In derselben Mitteilung beziffert Microsoft die finanzielle Belastung auf eine Sonderbelastung von 1,2 Milliarden US-Dollar im zweiten Geschäftsquartal. Sie setzt sich zusammen aus Abfindungskosten, Anpassungen am Hardware-Portfolio und Kosten für die Konsolidierung von Mietflächen. Betroffene Mitarbeitende in den USA erhalten eine über dem Marktniveau liegende Abfindung, sechs Monate Weiterführung der Krankenversicherung, ein sechsmonatiges Fortbestehen der Aktienzuteilungen sowie Angebote zur beruflichen Neuorientierung. Vor der Beendigung des Arbeitsverhältnisses gilt zudem eine Frist von 60 Tagen, unabhängig von einer gesetzlichen Verpflichtung. International sollen sich die Leistungen an den jeweiligen lokalen Arbeitsgesetzen orientieren.

Halo-Studio 343 Industries und Bethesda trifft es ebenfalls

Der Stellenabbau erreicht laut Bloomberg auch die Gaming-Sparte des Konzerns. Betroffen sind unter anderem 343 Industries und Bethesda Game Studios, dazu das HoloLens-Team und mehrere Ingenieursabteilungen. Bei 343 Industries fielen nach übereinstimmenden Berichten mehrere Dutzend Stellen weg, das entsprach rund einem Zehntel der dortigen Belegschaft. Die Kürzungen kamen zeitlich kurz nach dem Start von Halo Infinite.

Sparkurs nach dem Pandemie-Boom

Nadella stellt den Schritt in einen größeren Branchenzusammenhang. In der Pandemie hätten Kunden ihre digitalen Ausgaben beschleunigt, jetzt optimierten viele Organisationen ihre Investitionen, um mit weniger mehr zu erreichen. Gleichzeitig will der Konzern in strategischen Bereichen weiter investieren und Mittel umschichten. Der Abbau gehört zu den größeren Einschnitten der US-Technologiebranche zu Jahresbeginn 2023 und folgt auf eine ganze Reihe vergleichbarer Ankündigungen anderer Konzerne. Welche Teams konkret betroffen sind, kommunizierte Microsoft anschließend intern an die jeweiligen Geschäftsbereiche.

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