Microsoft räumt ein: Schließung von Lionhead Studios war ein Fehler

Microsoft hat die Schließung von Lionhead Studios rückblickend als Fehler bezeichnet. In der offiziellen Xbox-Dokumentation „Power On: The Story of Xbox“ sprechen mehrere damalige Führungskräfte über das Aus des britischen Studios und die Einstellung von Fable Legends.

Lionhead gehörte seit 2006 zu Microsoft. Das Unternehmen schloss das Studio im April 2016, nachdem die Entwicklung von Fable Legends nicht die erwartete Richtung genommen hatte. Die Produktion des Mehrspieler-Rollenspiels wurde ebenfalls beendet. Die damalige Entscheidung ist bereits in einem früheren Bericht zur Lionhead-Schließung dokumentiert.

Kritik an der damaligen Entscheidung

In der Dokumentation beschreibt Shannon Loftis, damals General Manager für Global Games Publishing, die Studioschließung als falsche Entscheidung. Sie verweist dabei auf die Entwicklung von Fable: The Journey, das sich vom Kern der Reihe entfernt habe, und auf den Versuch, mit Fable Legends ein Spiel für mehrere Plattformen und ein neues Geschäftsmodell zu entwickeln.

Auch Phil Spencer ordnet die Entscheidung in der Rückschau kritisch ein. Die Aussagen stammen aus dem Abschnitt der Dokumentation, der sich mit der Zeit nach der Übernahme von Lionhead und der späteren Neuausrichtung der Xbox-Studios beschäftigt.

Die Veröffentlichung der Dokumentation änderte nichts an den damaligen Entscheidungen, gab aber einen seltenen Einblick in die interne Bewertung einer Studioschließung. Lionhead selbst bestand zu diesem Zeitpunkt bereits seit mehr als fünf Jahren nicht mehr.

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