Microsoft Q1 FY25: Gaming-Umsatz steigt 43 Prozent, getragen von Activision und Call of Duty

Microsoft hat in seinem Quartalsbericht zum ersten Geschäftsquartal des Fiskaljahres 2025 (Stichtag 30. September 2024) am 30. Oktober 2024 ausgewiesen, dass der Gaming-Umsatz um 1,7 Milliarden US-Dollar beziehungsweise 43 Prozent gestiegen ist. Der Zuwachs geht nahezu vollständig auf die Eingliederung von Activision Blizzard zurück. Der Konzernumsatz lag im Quartal bei 65,6 Milliarden US-Dollar und damit 16 Prozent über dem Vorjahreswert.

Die Sparte Gaming ist Teil des Segments More Personal Computing. Innerhalb dieses Segments verlief die Entwicklung uneinheitlich. Der Umsatz mit Xbox Content and Services legte um 61 Prozent zu, wobei 53 Prozentpunkte des Wachstums auf den Nettoeffekt der Activision-Blizzard-Übernahme zurückgehen. Die Xbox-Hardware verzeichnete dagegen einen Rückgang von 29 Prozent, den Microsoft mit einem niedrigeren Konsolenvolumen begründet.

Activision trägt die Gaming-Zahlen, das organische Geschäft tritt auf der Stelle

Die 53 Prozentpunkte ABK-Nettoeffekt bei Xbox Content and Services zeigen, woher der Schub stammt. Ohne den Beitrag von Activision Blizzard hätte die Gaming-Sparte im Quartal nicht zugelegt. Das organische Xbox-Geschäft aus erstem und drittem Anbieterumsatz sowie Abonnements stand weitgehend still, während der zugekaufte Katalog mit Reihen wie Call of Duty, World of Warcraft und Candy Crush den Ausschlag gab. Schon zuvor hatte sich abgezeichnet, dass Activision Blizzard das Xbox-Geschäft gestützt hat. Die Übernahme im Volumen von rund 69 Milliarden US-Dollar war im Oktober 2023 abgeschlossen worden, weshalb das erste Quartal des Fiskaljahres 2025 erstmals einen vollen Vorjahresvergleich ohne ABK enthält.

Der Rückgang der Hardware um 29 Prozent setzt einen schon länger sichtbaren Trend fort. Die Konsolengeneration Xbox Series X und S befindet sich in der zweiten Hälfte ihres Lebenszyklus, das verkaufte Stückvolumen sinkt. Microsoft verlagert das Gewicht der Sparte erkennbar von der Hardware auf Inhalte, Dienste und das Abomodell Game Pass. Wie weit diese Neuausrichtung reicht, zeigt auch die Debatte um eine mögliche neue Struktur für die Gaming-Sparte.

Black Ops 6 startet kurz nach Quartalsende mit Franchise-Rekord

Der bislang größte Beitrag des Activision-Portfolios fiel nicht mehr in das Berichtsquartal. Call of Duty: Black Ops 6 erschien am 25. Oktober 2024 und damit knapp nach dem Stichtag 30. September. Der Titel war als erster Call-of-Duty-Teil von Tag eins an im Game Pass Ultimate enthalten. Activision meldete für den Start den größten Launch der Reihenhistorie, gemessen an Spielerzahl am ersten Tag, gespielten Stunden und Game-Pass-Neuzugängen am Erscheinungstag.

Für die Bilanz von Microsoft heißt das, dass der Rekordstart erst im laufenden zweiten Geschäftsquartal wirksam wird. Die Day-One-Aufnahme in den Game Pass folgt der Strategie, das Abomodell mit zugkräftigen Marken zu füllen und Abonnenten zu gewinnen, statt allein auf Vollpreisverkäufe zu setzen. Damit verschiebt sich ein Teil des Umsatzes vom Einzelverkauf hin zu wiederkehrenden Aboerlösen. Dieser Effekt lässt sich erst über mehrere Quartale in den Zahlen ablesen.

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