Microsoft: Project Perception und MAI-Cyber-1-Flash sollen Sicherheitslücken mit KI schneller schließen

Microsoft hat mit Project Perception und dem Modell MAI-Cyber-1-Flash neue Bausteine für KI-gestützte Cybersicherheit vorgestellt. Das System soll Risiken in Software und IT-Umgebungen fortlaufend erkennen, bewerten und Gegenmaßnahmen vorbereiten.

Project Perception verbindet Signale aus Identitäten, Endgeräten, Anwendungen, Daten und Cloud-Diensten mit spezialisierten Agenten. Microsoft beschreibt drei Rollen: Red-Team-Agenten suchen mögliche Angriffswege, Blue-Team-Agenten untersuchen und priorisieren Risiken, während Green-Team-Agenten Korrekturen umsetzen. Die Freigabe der Maßnahmen bleibt dabei unter menschlicher Kontrolle.

MAI-Cyber-1-Flash arbeitet innerhalb von MDASH

Für die Analyse von Software-Schwachstellen setzt Microsoft MAI-Cyber-1-Flash innerhalb des Multi-Modell-Systems MDASH ein. Nach Unternehmensangaben erreichte die Konfiguration im CyberGym-Benchmark einen Any-Crash-Wert von 96 Prozent und senkt die Kosten gegenüber der bisherigen MDASH-Konfiguration nahezu um die Hälfte. Die Kennzahl bezieht sich auf das Gesamtsystem aus Modellen und Agenten, nicht auf das Modell allein.

Microsoft will Project Perception zunächst als öffentliche Vorschau bereitstellen und die Modellarchitektur später auf weitere Sicherheitsaufgaben ausweiten. Für Entwicklerteams ist vor allem die Verbindung aus automatisierter Codeanalyse, reproduzierbaren Prüfungen und anschließender Behebung relevant. Das ergänzt bestehende Ansätze zur Hardware-Sicherheit, die ebenfalls auf technische Schutzmechanismen und laufende Überprüfung setzen.

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