Kurz zuvor häuften sich Berichte über eine angeblich ungewisse Zukunft von Microsofts Mixed-Reality-Headset Hololens, gestützt auf Aussagen mehrerer aktueller und ehemaliger Microsoft-Mitarbeiter. Laut dem Magazin Business Insider seien interne Pläne für eine dritte Generation des Headsets verworfen worden. Projektchef Alex Kipman widerspricht dem nun deutlich: „Hololens geht es gut!“, schreibt er auf Twitter. „Glaubt nicht alles, das im Internet steht. Wenn ihr das Internet durchsucht, sagten Leute auch, dass wir die Hololens 2 eingestellt haben. Als ich zuletzt geschaut habe, haben wir die mit Erfolg ausgeliefert.“
Kipman bekräftigt damit eine Aussage von Microsoft-Unternehmenssprecher Frank Shaw, der versicherte, Hololens bleibe „ein wichtiger Teil unserer Pläne für aufstrebende Kategorien wie Mixed Reality und das Metaverse“. Die fortlaufende Investition begründet Microsoft unter anderem mit mehreren laufenden Aufträgen, etwa für das US-Militär und für den Flugzeugbauer Boeing, der die Datenbrille in einer neuen Werkshalle einsetzen will.
Aufträge vorhanden, Kommunikation intern offenbar unklar
Der Verweis auf eine angeblich unsichere Zukunft des Mixed-Reality-Headsets könnte auch auf eine unklare interne Kommunikation bei Microsoft zurückgehen, die selbst bei Mitarbeitern einen falschen Eindruck vom tatsächlichen Projektstand hinterlassen haben könnte. Zugleich ist bekannt, dass in den Monaten zuvor rund 100 ehemalige Hololens-Mitarbeiter das Unternehmen verlassen haben, was einen Teil des Teams empfindlich schwächte und Zweifel an Microsofts Engagement für das Thema Mixed Reality nährte.
Die Hololens 2 ist seit 2019 als Entwicklerhardware erhältlich und richtet sich vor allem an Industriekunden, Behörden und Streitkräfte statt an Privatanwender. Eine dritte Generation für den breiteren Massenmarkt hat Microsoft bislang zu keinem Zeitpunkt offiziell bestätigt.