Microsoft GDK Oktober 2024: PlayFab Party auf 128 Geräte, neue Friends-API und Aus für das v141-Toolset

Microsoft hat das Oktober-2024-Release des Game Development Kit (GDK) am 6. November 2024 vorgestellt und damit drei Änderungen ausgeliefert, die für Multiplayer-Studios und Pflegeteams älterer Codebasen unmittelbar planungsrelevant sind. PlayFab Party erhöht die Zahl gleichzeitig verbundener Geräte pro Netzwerk von 32 auf 128, die Xbox Services API (XSAPI) wird auf die überarbeitete Friends-and-Followers-Erfahrung umgestellt, und der Build-Support für das v141-Toolset entfällt mit dieser Ausgabe.

Die Kombination aus erweitertem Netzwerklimit, neuem Sozialdatenmodell und gestrichenem Compiler-Toolset macht das Update zu einem Release mit zwei Gesichtern. Auf der einen Seite öffnen sich neue Spielräume, auf der anderen wartet konkrete Migrationsarbeit. Spiele, die mit älteren Build-Konfigurationen ausgeliefert werden, müssen ihre Pipeline anpassen, bevor sie auf das Oktober-GDK wechseln. Wer die Funktionen aus dem März-2024-Update bereits übernommen hat, kennt das Muster aus den vorangegangenen Ausgaben.

PlayFab Party skaliert von 32 auf 128 Geräte

PlayFab Party hebt die maximale Anzahl gleichzeitig mit einem Netzwerk verbundener Geräte von 32 auf 128 an. Technisch schlägt sich das in der Konstante c_maxNetworkConfigurationMaxDeviceCount nieder, deren Wert von 32 auf 128 angehoben wurde. Microsoft adressiert damit größere Party-basierte Szenarien und reduziert nach eigener Darstellung den Bedarf, mehrere parallele Netzwerklösungen für Sessions mit hoher Teilnehmerzahl zu kombinieren.

Für Studios, die soziale Lobbys, Voice-Chat oder gemeinsame Spielsessions über Party abwickeln, verschiebt sich damit die Obergrenze für Architekturentscheidungen. Bestehende Integrationen profitieren ohne grundlegende Umbauten, sofern die Konfiguration die neue Gerätekapazität tatsächlich anfordert. Erweiterte Sessions verlangen jedoch eine erneute Prüfung von Bandbreite, Latenzbudget und Server-Topologie, da die höhere Teilnehmerzahl entsprechende Last erzeugt. Wie tief Microsoft an der Plattform weiterarbeitet, zeigt auch der jüngste PlayFab Digest mit Bulk-Bearbeitung und Entra-ID-Authentifizierung.

XSAPI auf Friends and Followers umgestellt, v141-Toolset entfällt

Die Xbox Services API wird im Oktober-Release auf die aktualisierte Friends-and-Followers-Erfahrung ausgerichtet. Die Überarbeitung betrifft die Verwaltung von Freunden und Followern und erlaubt die Anbindung an die erneuerten sozialen Funktionen der Xbox-Plattform, wobei laut Microsoft die Rückwärtskompatibilität zu bestehenden Titeln erhalten bleibt. Studios können die neuen Beziehungsmodelle dadurch schrittweise übernehmen, ohne bestehende Builds sofort anpassen zu müssen.

Den größten Eingriff bringt die Streichung des Build-Supports für das v141-Toolset. Microsoft führt dazu aus, dass ab dem Oktober-2024-GDK der Build mit dem v141-Toolset nicht mehr unterstützt wird, während GDK-Versionen vor Oktober 2024 das v141-Toolset weiterhin zulassen. Das v141-Toolset gehört zur Visual-Studio-2017-Generation. Codebasen, die noch darauf bauen, müssen vor einem Wechsel auf das Oktober-GDK auf ein neueres Toolset umgestellt werden. Teams mit älteren Projekten sollten den Migrationsaufwand früh einplanen, da ein Verbleib auf dem v141-Toolset zwangsläufig an ein älteres GDK bindet.

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