Microsoft FY25 Q2: Gaming-Umsatz sinkt um 7 Prozent, Xbox Content & Services legen dank Game Pass um 2 Prozent zu

Microsoft hat am 29. Januar 2025 die Zahlen für das zweite Geschäftsquartal des Fiskaljahres 2025 vorgelegt, das am 31. Dezember 2024 endete. Der Gaming-Umsatz fiel um 530 Millionen US-Dollar beziehungsweise 7 Prozent. Treiber des Rückgangs war laut Konzern ein Einbruch bei der Xbox-Hardware. Gegenläufig entwickelte sich das Servicegeschäft: Xbox Content & Services legten um 2 Prozent zu.

Die Verschiebung prägt das Xbox-Geschäft schon seit mehreren Quartalen. Bei verkauften Konsolen verliert Microsoft Boden, das wiederkehrende Servicegeschäft trägt den Bereich. Der Gesamtkonzern meldete für das Quartal einen Umsatz von 69,6 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 12 Prozent. Das Gaming-Geschäft ist Teil des Segments More Personal Computing, das mit 14,7 Milliarden US-Dollar nahezu unverändert blieb.

Hardware bricht um 29 Prozent ein

Den deutlichsten Ausschlag verzeichnete die Xbox-Hardware. Der Umsatz aus dem Verkauf von Konsolen sank um 29 Prozent. Microsoft begründet das mit geringeren Stückzahlen. Die Series-X- und Series-S-Generation befindet sich im fünften Jahr am Markt, und das wichtige Weihnachtsquartal konnte den Trend nicht umkehren. Für ein Quartal, das traditionell die höchsten Hardwareverkäufe des Jahres trägt, ist der zweistellige Rückgang ein klares Signal, dass die Konsole als Umsatzträger an Gewicht verliert.

Der Gaming-Bereich von Microsoft steht damit vor einer Rechnung, die sich nicht mehr über die Box allein schließen lässt. Das Minus von 7 Prozent beim Gesamt-Gaming-Umsatz speist sich fast vollständig aus dem Hardwaregeschäft. Ohne die Gegenbewegung bei Content & Services wäre der Rückgang noch ausgeprägter ausgefallen.

Game Pass und neue First-Party-Titel stützen das Servicegeschäft

Xbox Content & Services wuchsen um 2 Prozent. Microsoft führt das ausdrücklich auf das Wachstum von Xbox Game Pass zurück. Das Abomodell bündelt Spielebibliothek, Cloud-Streaming und Day-One-Veröffentlichungen und liefert wiederkehrende Erlöse, die unabhängig vom Konsolenverkauf anfallen. Genau dieser Mechanismus gleicht den Hardwareeinbruch teilweise aus. Schon zuvor hatte sich gezeigt, dass die Activision-Blizzard-Inhalte das Xbox-Geschäft stützen.

In das Quartal fielen zwei große First-Party-Veröffentlichungen, die zum Start im Game Pass verfügbar waren: das Actionspiel Indiana Jones und der Große Kreis aus dem Hause MachineGames sowie Call of Duty: Black Ops 6 von Activision, das nach der Übernahme erstmals von Tag eins an im Abo lag. Beide Titel verbreitern das Angebot des Dienstes und dürften zur Bindung von Abonnenten im umsatzstärksten Quartal beigetragen haben. Die Verschiebung von einmaligem Hardwareverkauf hin zu laufenden Serviceerlösen lässt sich an diesen Zahlen ablesen: Die Box verliert, das Abo gewinnt.

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