Microsoft FY24 Q3: Erstes volles Activision-Quartal hebt Gaming-Umsatz um 1,8 Milliarden US-Dollar (+51 Prozent)

Microsoft hat in den am 25. April 2024 veröffentlichten Quartalszahlen für das dritte Geschäftsquartal des Fiskaljahres 2024 einen Anstieg des Gaming-Umsatzes um 1,8 Milliarden US-Dollar beziehungsweise 51 Prozent ausgewiesen. Das Quartal endete am 31. März 2024 und ist das erste vollständige Berichtsquartal, in dem Activision Blizzard über die gesamten drei Monate konsolidiert ist. Die Übernahme von Activision Blizzard wurde am 13. Oktober 2023 abgeschlossen, sodass das vorangegangene zweite Quartal nur einen Teilzeitraum enthielt. Damit liefert das dritte Quartal erstmals eine saubere Grundlage, um den Konsolidierungseffekt vom organischen Geschäft zu trennen.

Die Umsatzbrücke im Detail

Der Zuwachs verteilt sich nicht gleichmäßig über die Gaming-Komponenten. Der Umsatz mit Xbox Content and Services stieg laut Microsoft um 62 Prozent, wobei 61 Prozentpunkte dieses Wachstums auf den Nettoeffekt der Activision-Blizzard-Übernahme entfallen. Der organische Beitrag aus dem bestehenden Content- und Servicegeschäft liegt damit bei rund einem Prozentpunkt. Gegenläufig entwickelte sich die Hardware: Der Umsatz mit Xbox-Hardware sank um 31 Prozent, begründet mit einem geringeren Konsolenabsatz. Das gesamte Gaming-Plus von 51 Prozent ergibt sich somit aus dem stark wachsenden, durch Activision getriebenen Content-Geschäft, das den rückläufigen Hardware-Beitrag deutlich überkompensiert.

Gaming wird innerhalb des Segments More Personal Computing ausgewiesen, das insgesamt 15,6 Milliarden US-Dollar Umsatz erzielte und um 17 Prozent zulegte. Die separate Aufschlüsselung in Content and Services einerseits und Hardware andererseits macht die unterschiedlichen Treiber innerhalb der Gaming-Position sichtbar und erlaubt die Abgrenzung des Konsolidierungseffekts.

Konsolidierungsmechanik für das Berichtswesen

Die Angabe von 61 Prozentpunkten als Nettoeffekt ist im Kontext der M-and-A-Bilanzierung zu lesen. Seit dem Abschluss der Transaktion fließen die Umsätze von Activision Blizzard in die Xbox-Zahlen ein, während die Vergleichsperiode des dritten Quartals 2023 diese Umsätze noch nicht enthielt. Der Vorjahresvergleich stellt damit ein Quartal mit Activision-Umsatz einem Quartal ohne diesen Umsatz gegenüber, was die hohen Zuwachsraten erklärt. Der Nettoeffekt berücksichtigt zugleich Anpassungen aus der Kaufpreisallokation, sodass die ausgewiesenen 61 Punkte den um diese Effekte bereinigten Beitrag der Akquisition abbilden und nicht den reinen Bruttoumsatz von Activision Blizzard. Wie sich der Rückgang im Hardwaregeschäft in den folgenden Berichtszeiträumen fortsetzt, bleibt ein zentraler Punkt. Für die kommenden Quartale verschiebt sich die Aussagekraft der Jahresvergleiche erneut, sobald ab dem Geschäftsjahr 2025 erstmals Perioden mit konsolidiertem Activision-Geschäft gegen Perioden mit konsolidiertem Geschäft verglichen werden.

Die Kennzahlen und Termine stammen aus der offiziellen Veröffentlichung von Microsoft FY24 Q3.

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