Microsoft hat im Geschäftsbericht für das am 30. Juni 2025 beendete Geschäftsjahr die Segmententwicklung des Gaming-Geschäfts offengelegt. Wie aus dem am 30. Juli 2025 bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereichten Form 10-K hervorgeht, legte der Gaming-Umsatz um 2,0 Milliarden US-Dollar oder neun Prozent zu. Treiber war das Geschäft mit Xbox Content and Services, das laut Filing maßgeblich von der Konsolidierung der übernommenen Activision Blizzard sowie von Xbox Game Pass profitierte.
Content and Services trägt das Segment, Hardware bricht ein
Der Umsatz mit Xbox Content and Services stieg im Geschäftsjahr 2025 um 16 Prozent. Microsoft führt diesen Anstieg im 10-K ausdrücklich auf den Effekt der Activision-Blizzard-Übernahme und auf Xbox Game Pass zurück. Das Geschäft umfasst nach Konzerndefinition Inhalte erster und dritter Anbieter einschließlich Spielen und In-Game-Content, Xbox Game Pass und weitere Abonnements, Xbox Cloud Gaming, Werbung sowie weitere Cloud-Dienste. Dass die Übernahme dem Xbox-Geschäft Stabilität verleiht, hatte sich bereits in früheren Analysen abgezeichnet, denen zufolge Activision Blizzard die Zahlen der Sparte gestützt habe.
Gegenläufig entwickelte sich das Hardware-Geschäft. Der Umsatz mit Xbox-Hardware sank um 25 Prozent, was Microsoft auf ein geringeres Volumen verkaufter Konsolen zurückführt. Der Rückgang dämpfte das Wachstum des Gaming-Segments, konnte den Zuwachs aus dem Content- und Services-Geschäft jedoch nicht aufzehren. Unterm Strich bleibt der ausgewiesene Nettoeffekt für das Gaming-Geschäft mit plus 2,0 Milliarden US-Dollar deutlich positiv.
Gaming im Segment More Personal Computing
Das Gaming-Geschäft wird im Berichtssegment More Personal Computing geführt. Dessen Umsatz legte im Geschäftsjahr 2025 um 3,8 Milliarden US-Dollar oder sieben Prozent zu, getragen von Gaming sowie von Search and news advertising. Innerhalb des Segments stieg der Umsatz mit Windows and Devices um 288 Millionen US-Dollar oder zwei Prozent. Der Umsatz mit Search and news advertising wuchs um 1,6 Milliarden US-Dollar oder 13 Prozent.
Das Geschäftsjahr 2025 ist das erste vollständige Berichtsjahr, in dem die im Oktober 2023 abgeschlossene Activision-Blizzard-Übernahme über zwölf Monate in die Gaming-Zahlen einfließt. Die Segmentkommentierung benennt die Konsolidierung als zentralen Faktor für das Wachstum bei Content and Services und beschreibt die Verschiebung des Gaming-Umsatzmix weg vom Hardware-Verkauf hin zu wiederkehrenden Inhalts- und Abonnementerlösen. Vor dem Hintergrund dieser Verschiebung wird auch eine mögliche neue Struktur für die Gaming-Sparte diskutiert.
