Microsoft hat am 24. April 2019 die Zahlen für das dritte Geschäftsquartal des Fiskaljahres 2019 vorgelegt, der Zeitraum lief bis zum 31. März 2019. Der Gaming-Umsatz wuchs gegenüber dem Vorjahresquartal um 5 Prozent, in konstanter Währung um 7 Prozent. Den größten Anteil daran hatte das Geschäft mit Xbox Software und Services, das um 12 Prozent zulegte, in konstanter Währung sogar um 15 Prozent.
Auf Konzernebene kam Microsoft im Quartal auf einen Umsatz von 30,6 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 14 Prozent. Das operative Ergebnis stieg um 25 Prozent auf 10,3 Milliarden US-Dollar, der Nettogewinn um 19 Prozent auf 8,8 Milliarden US-Dollar. Das Gaming-Geschäft steckt im Segment More Personal Computing, das auch Windows, Surface und Suchwerbung umfasst.
Software und Services treiben das Gaming-Geschäft
Dass Xbox Software und Services so deutlich über dem Gesamtwachstum lagen, verschiebt das Gewicht innerhalb der Sparte weiter weg vom reinen Hardwareverkauf. Die laufende Konsolengeneration steht im fünften Jahr, der Hardwareabsatz lässt entsprechend nach. Stattdessen halten wiederkehrende Erlöse aus Abonnements, digitalem Vertrieb und der Monetarisierung von Drittanbietertiteln das Segmentergebnis oben. Als Wachstumstreiber nennt Microsoft konkret die Einnahmen aus Titeln externer Anbieter und das Abonnementgeschäft.
Genau diese Erlöse stützt Microsoft über Dienste wie Xbox Live und den Xbox Live. Einnahmen, die nicht am einmaligen Gerätekauf hängen, glätten die typischen Schwankungen eines Hardwarezyklus und liefern eine planbarere Umsatzbasis über die gesamte Laufzeit einer Konsolengeneration.
Xbox Live erreicht 63 Millionen aktive Nutzer
Bei der Reichweite nannte Microsoft für Xbox Live 63 Millionen monatlich aktive Nutzer, ein Plus von 7 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Gezählt werden Nutzer über mehrere Plattformen hinweg. Die Kennzahl zeigt, wie groß die Basis ist, auf der das Dienstegeschäft aufsetzt, denn ohne eine wachsende Nutzerschaft lassen sich Abonnement- und Transaktionserlöse kaum skalieren.
Im Gesamtbild des Quartals bleibt Gaming trotzdem ein kleinerer Posten als die Cloud-Geschäfte, deren zweistellige Wachstumsraten den Konzernumsatz maßgeblich nach oben zogen. Die ausführlichen Segmentangaben stehen in den Unterlagen der Investor Relations und in der zugehörigen Pressemitteilung. Zu finden sind die vollständigen Zahlen über den Link zur Microsoft-Investorenseite.
