Microsoft benennt Xbox Music in Groove um und löst die Xbox-Marke ab

Microsoft trennt seine Medienanwendungen von der Xbox-Marke. In einem Eintrag im Windows Experience Blog hat das Unternehmen am 6. Juli 2015 angekündigt, dass die bisherige Anwendung Xbox Music künftig den Namen Groove trägt. Parallel wird Xbox Video in Movies und TV umbenannt. Die neuen Bezeichnungen erreichen die Allgemeinheit mit dem Start von Windows 10 am 29. Juli 2015. Teilnehmer des Windows-Insider-Programms im Fast Ring bekommen die Aktualisierung vorab.

Mit dem Rebranding entkoppelt Microsoft seine Streaming- und Mediendienste von der Konsolen-Identität. Die Markenführung unter dem Xbox-Label hatte bei einem Teil der Nutzerschaft den Eindruck erweckt, die Dienste setzten eine Xbox-Konsole voraus. Die neuen Namen Groove und Movies und TV adressieren laut Microsoft eine breitere Kundenbasis und sollen die Inhalte der Anwendungen leichter identifizierbar machen. Damit wandert die Audio- und Video-Sparte aus jenem Markenkosmos, der Spiele und Windows über Dienste wie die Xbox-Live-Anbindung am PC verbunden hatte.

Die Umbenennung markiert das Ende der Xbox-Marke für die Audio- und Videodienste, die zuvor unter Xbox Music und Xbox Video geführt wurden. Die Geschichte dieser Markenfamilie reicht zurück bis zu Zune, dem Vorgängerdienst, den Microsoft 2012 in Xbox Music überführt hatte. Mit Groove erhält der Musikdienst nun zum dritten Mal innerhalb weniger Jahre eine neue Bezeichnung.

Bestehende Abonnements und Konditionen

Für bestehende Kunden bleibt der Wechsel ohne Aufwand. Ein vorhandener Xbox Music Pass wird automatisch zum Groove Music Pass, ein manuelles Eingreifen ist nicht erforderlich. Die Konditionen des Abonnements bleiben unverändert: Für 9,99 US-Dollar pro Monat oder 99 US-Dollar pro Jahr erhalten Nutzer vollen Zugriff auf das Streamen und Herunterladen von Musik. Die Videoanwendung Movies und TV behält ihre Funktionen für Leihen und Kauf von Inhalten bei.

Microsoft bewirbt die Groove-Anwendung mit überarbeiteter Bedienung. Menüs und Navigationselemente sind sowohl für die Steuerung per Maus und Tastatur als auch für Touch-Gesten auf entsprechenden Geräten ausgelegt. Die Ankündigung stammt von Brandon LeBlanc, der den Beitrag im offiziellen Windows-Blog veröffentlichte. Details zu den Anwendungen folgen mit dem Rollout von Windows 10.

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