Build 2017: Video Indexer startet als Vorschau für Videoanalyse

Microsoft kündigte am 10. Mai 2017 auf der Build die öffentliche Vorschau von Video Indexer an. Der Cloud-Dienst erzeugt durchsuchbare Metadaten aus Video- und Audiomaterial. Er gehört zu den Cognitive Services und baut unter anderem auf Azure Media Services, Search, Storage und DocumentDB auf.

Die Startfunktionen umfassen Transkription, Texterkennung im Bild, Sprecherzuordnung und Szenenerkennung. Deutsch gehört zu den genannten Sprachen für Transkription und Übersetzung. Zeitmarken verbinden die erkannten Inhalte mit Stellen im Video. Im Portal lassen sich Erkennungsergebnisse korrigieren.

Upload, Statusabfrage und Ergebnisse als JSON

Microsofts technischer Build-Beitrag mit C#-Beispiel zeigt einen mehrstufigen Ablauf: Ein Video wird über seine URL eingereicht, anschließend fragt die Anwendung den Verarbeitungsstatus ab. Erst nach der Verarbeitung werden Analyseergebnisse geladen. Die Ausgabe enthält unter anderem Zeitbereiche, Text und erkannte Gesichter.

Das Beispiel nutzt einen Abonnementschlüssel zur API-Authentifizierung. Für die Einbindung in Webanwendungen nennt Microsoft separate Player- und Analyse-Widgets. Das ist kein Beleg für eine sofortige Analyse während eines Live-Streams oder für unbegrenzten Durchsatz.

Suchhilfe für Produktionsarchive, keine automatische Freigabe

Für Redaktion, Streaming und Content-Produktion können solche Zeitmarken die Suche in Interview- oder Veranstaltungsmaterial unterstützen. Das ist eine mögliche Anwendung der beschriebenen Funktionen, kein eigener Praxistest. Die Kontrollmöglichkeit im Portal ist wichtig: Eine gefundene Person oder Textstelle sollte vor Verwendung am Original geprüft werden.

DocumentDB gehörte zur genannten Infrastruktur. Microsoft hatte zugleich Cosmos DB als Weiterentwicklung von DocumentDB allgemein freigegeben. Dieser Status überträgt sich nicht auf Video Indexer: Die Videoanalyse wurde ausdrücklich als Vorschau vorgestellt.

Archivhinweis: Der Beitrag beschreibt die Vorschau vom Mai 2017. Funktionen, Schnittstellen und das offizielle Bildschirmmotiv dokumentieren den damaligen Stand, nicht das heutige Angebot.

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