Microsoft hat in seinem am 27. Juli 2023 bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereichten Form 10-K für das am 30. Juni 2023 beendete Geschäftsjahr einen rückläufigen Gaming-Umsatz ausgewiesen. Die Sparte Gaming, die innerhalb des Segments More Personal Computing geführt wird, verzeichnete einen Rückgang um 764 Millionen US-Dollar oder 5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Konzernumsatz lag im selben Zeitraum bei 211,915 Milliarden US-Dollar.
Hardware und Inhalte rückläufig
Der Rückgang im Gaming-Geschäft verteilt sich auf beide Teilbereiche. Der Umsatz mit Xbox-Hardware sank laut 10-K um 11 Prozent, was Microsoft auf ein geringeres Volumen sowie niedrigere Preise der verkauften Konsolen zurückführt. Der Umsatz aus Xbox Content and Services ging um 3 Prozent zurück. Als Grund nennt das Unternehmen einen Rückgang bei First-Party-Inhalten, der teilweise durch Wachstum bei Xbox Game Pass ausgeglichen wurde. Damit korrigiert sich das Gaming-Ergebnis gegenüber den durch die Pandemie geprägten Vorjahren, in denen die Umsätze noch deutlich höher lagen.
Das übergeordnete Segment More Personal Computing, zu dem neben Gaming auch Windows, Devices sowie Search and News Advertising zählen, verzeichnete einen Umsatzrückgang von 5,2 Milliarden US-Dollar oder 9 Prozent. Wesentliche Treiber waren ein Minus von 13 Prozent bei Windows und von 24 Prozent bei Devices, jeweils begründet mit erhöhten Lagerbeständen im Vertriebskanal und schwacher PC-Nachfrage. Das operative Ergebnis des Segments fiel um 4,0 Milliarden US-Dollar oder 20 Prozent.
Zahlen vor Abschluss der Activision-Blizzard-Übernahme
Die im 10-K ausgewiesenen Gaming-Zahlen bilden den Stand vor dem Abschluss der Übernahme von Activision Blizzard ab. Das am 18. Januar 2022 angekündigte Bargeschäft mit einem Volumen von 68,7 Milliarden US-Dollar zu 95,00 US-Dollar je Aktie war zum Bilanzstichtag noch nicht vollzogen. Microsoft und Activision Blizzard hatten die Fusionsvereinbarung bis zum 18. Oktober 2023 verlängert, um verbleibende regulatorische Fragen zu klären, nachdem die FTC ihre Klage gegen den Zusammenschluss fallen gelassen hatte. Die Finanzergebnisse von Activision Blizzard sind in dem Bericht entsprechend nicht enthalten, sodass die im Geschäftsjahr 2023 dokumentierte Entwicklung allein das bestehende Xbox-Geschäft abbildet.
