Mesa 13.0: OpenGL 4.4 und weitere freie Grafikfunktionen für Linux

Das Mesa-Projekt hat Mesa 13.0.0 am 1. November 2016 als neue Entwicklungsfassung veröffentlicht. Die offizielle Dokumentation nennt OpenGL 4.4 als umgesetzte API, während der konkrete Versionsstand weiterhin vom verwendeten Treiber abhängt.

Mesa 13.0.0 ist ausdrücklich keine stabile Wartungsfassung. Bei OpenGL 4.4 müssen Anwendungen die API bereits bei der Erstellung des Kontexts anfordern, weil kompatible Kontexte in dieser Version nicht unterstützt werden. Die Release Notes verweisen deshalb auf Mesa 13.0.1 oder eine frühere Version, wenn Stabilität wichtiger ist als neue Funktionen.

Neue Erweiterungen für Intel- und Radeon-Treiber

Für Intels i965-Treiber nennt die Fassung OpenGL ES 3.1 auf Haswell und OpenGL ES 3.2 ab Gen9, also ab Skylake. Bei Radeon-Treibern auf Basis von r600 und radeonsi kommen unter anderem Erweiterungen für Texturen, Compute-Shader und indirekte Parameter hinzu. Welche Funktionen tatsächlich verfügbar sind, hängt jeweils vom Treiber ab.

Weitere Erweiterungen betreffen den nvc0-Treiber sowie die softwarebasierten Renderer llvmpipe und softpipe. Die offizielle Liste führt außerdem neue OpenGL-ES-Funktionen für Geometrie- und Tessellations-Shader auf. Damit richtet sich der Release auch an Entwickler, die auf Linux unterschiedliche GPU-Pfade testen müssen.

Mesa im Linux-Entwicklungssetup

Für Linux-basierte Entwicklungs- und Testumgebungen bildet Mesa die Verbindung zwischen Grafik-API und freiem Treiberstack. Bereits zuvor hatte Valve Mesa-Entwickler mit Steam-Spielen unterstützt. Mesa 13.0.0 bringt in diesem Umfeld neue API- und Treiberpfade, bleibt wegen des Status als Entwicklungsrelease aber eine Fassung für Tests und frühe Integration.

Weitere News

Weitere News

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein