Die Kritik an den Gesichtsanimationen von Mass Effect: Andromeda führte im März 2017 zu persönlichen Angriffen auf eine Entwicklerin. Die betroffene Person war in sozialen Netzwerken fälschlich als Verantwortliche für die Animationen dargestellt worden.
BioWare General Manager Aaryn Flynn wies die Attacken am 20. März 2017 zurück. In seinem BioWare-Statement erklärte er, persönliche Angriffe seien nicht akzeptabel. Die Reaktion bezog sich damit sowohl auf die konkrete Kampagne als auch auf den Umgang mit Kritik an einem Spiel, das von einem großen Team entwickelt wird.
Technische Kritik trifft ein Produktionsteam
Ausgangspunkt der Debatte waren sichtbare technische Schwächen bei Gesichtsanimationen und Bewegungen. Michael Gamble, damals Produzent von Mass Effect: Andromeda, erklärte parallel, das Team sei sich des Problems bewusst und untersuche die Animationen genauer. Die Verantwortung für eine solche Produktionsentscheidung liegt damit nicht automatisch bei einer einzelnen Person.
BioWare betont die gemeinsame Arbeit
Die Affäre zeigte ein bekanntes Problem in der öffentlichen Wahrnehmung großer Spieleproduktionen: Einzelne Namen werden mit sichtbaren Ergebnissen verbunden, obwohl Design, Animation, Technik und Produktion über mehrere Teams verteilt sind. Electronic Arts verwies gegenüber Heise ebenfalls auf die gemeinsame Arbeit an einem über Jahre entwickelten Spiel und wies persönliche Angriffe unabhängig von der tatsächlichen Beteiligung zurück.

