Microsoft hat die März-Ausgabe des Game Development Kits veröffentlicht. Das Entwicklungspaket richtet sich an Studios, die Titel für Xbox Series X, Xbox Series S und Windows-PCs bauen. Drei Punkte ragen aus der neuen Fassung heraus: eine Erweiterungsbibliothek für Azure PlayFab Services, der Commerce-Dienst Clawback v2 und eine höhere Obergrenze für räumliche Audio-Objekte auf den Series-Konsolen. Das GDK bekommt damit ein Update, das mehrere Baustellen gleichzeitig anpackt.
Eine handfeste Änderung steckt bei den Plattformanforderungen für PC-Titel. Laut Microsoft müssen GDK-PC-Spiele nicht mehr zwingend die Plattform Gaming.Desktop.x64 nutzen. Das spart Konfigurationsarbeit bei Projekten, die parallel auf Konsole und Windows erscheinen. Dazu kommt der Microsoft Game Config Editor jetzt direkt in Visual Studio. Die Spielkonfiguration lässt sich also bearbeiten, ohne ein separates Werkzeug zu öffnen.
Neue Bibliothek für PlayFab, Clawback v2 und Force Feedback am PC
Frisch dabei ist eine Erweiterungsbibliothek für Azure PlayFab Services innerhalb des GDK. PlayFab bündelt Backend-Funktionen wie Spielerverwaltung, Authentifizierung und Live-Operations, die über die Bibliothek enger an die GDK-Schnittstellen andocken. Bei der Monetarisierung bringt Microsoft mit Clawback v2 einen neuen Commerce-Dienst, der Transaktionen und Rückabwicklungen verwaltet. Auf der Eingabeseite gibt es über die GameInput-API nun HID Force Feedback für den PC. Haptisches Feedback für angeschlossene Eingabegeräte steht damit auch unter Windows bereit.
Mehr Audio-Objekte, erweitertes Profiling und neue Doku
Im Audiobereich hat Microsoft die maximale Zahl dynamischer Objekte für Spatial-Headset-Formate auf Xbox Series X und Xbox Series S angehoben. Object-based Audio behandelt einzelne Klangquellen im Raum statt fester Kanäle. Mehr Objekte bedeuten also feinere Klanggestaltung. Für die Leistungsanalyse hat Microsoft die PIX Timing Captures erweitert. Und die Dokumentation hat einen neuen Abschnitt zur Nachhaltigkeit bekommen, der Empfehlungen zur Optimierung sammelt. Die komplette Dokumentation ist zu finden unter aka.ms/gamedevdocs, der öffentliche Zugang zum GDK unter aka.ms/gdk.
