Lernspiele: Breitlauch fordert mehr Einsatz im Unterricht

Linda Breitlauch von der Hochschule Trier empfiehlt, Lernspiele stärker im Unterricht einzusetzen. Im am 14. September 2016 veröffentlichten dpa-Gespräch beschreibt die Game-Design-Professorin interaktive historische Szenarien und unmittelbares Feedback als mögliche Zugänge. Spiele sollen das Schulbuch ergänzen, nicht ersetzen.

Ein Prototyp zur Eltzer Fehde

Gemeinsam mit Informatikern entwickelte Breitlauch einen ersten Prototyp zur Eltzer Fehde ab 1331. Nach ihrer Darstellung sollte die Mechanik später auch für andere historische Szenarien nutzbar sein. Die Angaben beschreiben einen frühen Entwicklungsstand, keinen veröffentlichten Titel oder nachgewiesenen Lernerfolg.

Die Hochschule hatte bereits im April gemeinsame Projekte von Intermedia Design und Informatik vorgestellt. Dort wird auch GameUp! als Netzwerkinitiative für Games, Ausbildung und Wissenschaft genannt. Das Logo dieser Initiative illustriert den Hochschul- und Branchenkontext, nicht den Eltzer-Prototyp.

Spielverständnis ist nicht gleich Lerntransfer

Für Entwickler ergeben sich daraus zwei getrennte Testaufgaben: Ist die Rückmeldung im Spiel verständlich, und kann die Zielgruppe das behandelte Wissen außerhalb des Spiels anwenden? Die zweite Frage lässt sich nicht allein durch einen erfolgreichen Spieldurchlauf beantworten. Diese Unterscheidung ist eine redaktionelle Folgerung für die Qualitätssicherung, kein Ergebnis des beschriebenen Projekts.

Schon 2015 hatte Ibrahim Mazari vom eco-Verband Qualitätsmaßstäbe und pädagogische Untersuchungen für Game-Based Learning gefordert. Breitlauchs Gespräch liefert nun ein konkretes Hochschulbeispiel, aber keine Vergleichsstudie zwischen spielbasiertem und herkömmlichem Unterricht.

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