Konvoy-Report: Gaming-VC-Funding bei 517 Mio. USD im dritten Quartal 2024, KI-Firmen mit 22 Prozent

Der Gaming-Venture-Capital-Fonds Konvoy beziffert das VC-Fundingvolumen der Spielebranche im Gaming Industry Report für das dritte Quartal 2024 auf 517 Millionen US-Dollar. Gegenüber dem Vorquartal ist das ein Plus von einem Prozent. Verteilt wurde die Summe auf 92 Finanzierungsrunden, die Zahl der Deals ging damit um 14 Prozent zurück. Konvoy spricht von einer Stabilisierung auf einem Niveau von rund 500 bis 600 Millionen US-Dollar pro Quartal.

KI-bezogene Unternehmen mit 22 Prozent des Fundings

Bemerkenswert ist die Verschiebung hin zu Firmen mit Bezug zu kuenstlicher Intelligenz. Laut Konvoy flossen rund 22 Prozent des gesamten Gaming-VC-Fundings in Unternehmen, die einen KI-Bezug aufweisen oder zumindest darauf verweisen. Im ersten Quartal 2024 lag dieser Anteil noch bei 7 Prozent, im zweiten bei 10 Prozent. Binnen zweier Quartale hat er sich also mehr als verdoppelt. Konvoy schränkt aber ein, dass KI im Gaming vor allem in den frühen Finanzierungsphasen eine Rolle spielt. Gemessen am absoluten Kapital fliessen weniger Mittel in KI-bezogene Firmen, als es 2021 bei Blockchain-Projekten der Fall war. Die gestiegene Quote sagt damit mehr über die thematische Ausrichtung neuer Gründungen aus als über einen Kapitalboom in der gesamten Branche.

Mehr Geld für reifere Studios

Innerhalb der Finanzierungsstruktur wanderte das Kapital zu reiferen Unternehmen. Auf die Wachstumsphase entfielen im dritten Quartal 2024 rund 262 Millionen US-Dollar, deutlich mehr als der Jahresdurchschnitt 2023 von 159 Millionen US-Dollar. Zusammen mit der gesunkenen Zahl der Einzeldeals spricht das für größere, aber selektivere Finanzierungsrunden. Als weitere Marktentwicklung nennt der Report die Übernahme und das Delisting von Keywords Studios. Der Markt für Outsourcing in der Spieleentwicklung könnte demnach binnen fünf Jahren von rund 13 Milliarden auf etwa 20 Milliarden US-Dollar wachsen.

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