Die Streaming-Plattform Kick warb 2023 um bekannte Creator und soll auch MontanaBlack ein Angebot gemacht haben. In einem am 14. Juni veröffentlichten Video mit Aussagen des Streamers ist von einem zweistelligen Millionenbetrag die Rede. Ein öffentlich einsehbarer Vertrag oder eine offizielle Bestätigung von Kick wurde dazu nicht vorgelegt.
MontanaBlack erklärte in dem Video, das Angebot sei finanziell sehr attraktiv. Er habe einen Wechsel dennoch abgelehnt, weil ein solcher Schritt in der deutschen Streaming-Szene große Reaktionen auslösen könne. Als weiteren Grund nannte er die mögliche Berichterstattung über seine Verbindung zu Kick und dem mit der Plattform verbundenen Onlinecasino Stake.
Kick setzt auf bekannte Namen
Das Vorgehen passt zum Geschäftsmodell junger Streaming-Plattformen: Reichweite und feste Communitys sollen durch prominente Creator schnell aufgebaut werden. Ein einzelner Wechsel kann dabei nicht nur Zuschauer, sondern auch weitere Streamer, Sponsoren und Werbekunden beeinflussen. Für Plattformen sind solche Verträge deshalb ein Werkzeug für den Markteintritt, zugleich aber eine erhebliche finanzielle Verpflichtung.
Kick stand damals in direkter Konkurrenz zu Twitch und positionierte sich mit höheren Einnahmeanteilen und individuellen Angeboten. Die Nähe zu Stake prägte die öffentliche Wahrnehmung der Plattform. Für Creator bedeutete ein Wechsel damit nicht nur eine technische Entscheidung, sondern auch eine Frage der Markenwirkung und der eigenen Geschäftsbeziehungen.
Die genannte Summe bleibt eine Aussage aus dem Video und ist nicht unabhängig dokumentiert. Sie zeigt dennoch, welche Größenordnung Plattformen für etablierte Reichweiten in Betracht ziehen können. Für die Branche ist entscheidend, ob solche Investitionen langfristig neue Zuschauer binden oder nur kurzfristige Aufmerksamkeit erzeugen.
