Das Jenkins-Projekt hat am 30. Juli 2018 eine Cloud Native Special Interest Group vorgestellt. Die Gruppe soll technische Diskussionen zu großen Jenkins-Installationen, externer Protokollierung und der Speicherung von Build-Artefakten bündeln.
Ausgangspunkt sind Engpässe bei Festplattenzugriffen und Netzwerkverkehr, die bei großen Jenkins-Instanzen auftreten können. Das Projekt verweist auf Arbeiten zu einem externen Artifact Manager für S3 sowie auf Entwürfe für externe Protokollierung. Die SIG soll diese Themen offen dokumentieren und Beiträge aus der Community koordinieren.
SIG-Modell folgt dem Kubernetes-Vorbild
Jenkins beschreibt Special Interest Groups als thematische Arbeitsgruppen. Die Struktur orientiert sich am Kubernetes-Modell und soll den Einstieg für Entwickler erleichtern, die sich auf einzelne Bereiche konzentrieren möchten. Zu den frühen Gruppen gehörten neben Cloud Native unter anderem Platform und Google Summer of Code.
Für Build- und Testumgebungen in Spieleprojekten ist die Trennung der Themen praktisch relevant. Artefakte, Logs und Testergebnisse entstehen in automatisierten Pipelines unabhängig davon, ob ein Team Quellcode für Spiele, Tools oder andere Software verarbeitet. Die Jenkins-Gruppe behandelte dabei keine einzelne Engine, sondern die Infrastruktur hinter solchen Abläufen.
Die neue Gruppe knüpfte an die frühere Jenkins-Arbeit an Pipeline-Ansichten an. Während Blue Ocean die Darstellung von Abläufen verbesserte, zielte die Cloud Native SIG auf die Organisation technischer Architekturfragen und die Beteiligung externer Mitwirkender.

