Das Jenkins-Projekt hat auf der Jenkins World 2016 am 14. September die Beta von Blue Ocean vorgestellt. Die neue Benutzeroberfläche ist auf Jenkins Pipeline zugeschnitten und soll Abläufe vom Build bis zur Auslieferung übersichtlicher darstellen. In der ausführlichen Mitteilung vom 19. September nennt das Projekt Jenkins 2.7.1 als Mindestversion.
Pipeline-Schritte und Fehler im Zusammenhang
Blue Ocean visualisiert Pipelines einschließlich ihrer Schritte und Protokolle. Fehler sollen dem jeweiligen Schritt zugeordnet werden, statt ausschließlich in einem langen Gesamtprotokoll gesucht werden zu müssen. Die Oberfläche berücksichtigt außerdem Branches und Pull Requests und bietet eine persönliche Übersicht ausgewählter Vorgänge.
Die offizielle Versionsübersicht des Plugins führt für den 14. September die Ausgabe 1.0.0-b06 mit Jenkins 2.7.1 als Voraussetzung. Installiert wird die Beta über das Update Center; vom Dashboard führt anschließend eine Schaltfläche zur neuen Oberfläche.
Deklarative Konfiguration noch als Alpha
Mit der Beta wird auch Declarative Pipeline ausgeliefert. Dieser Bestandteil bleibt laut Projekt ausdrücklich im Alpha-Stadium. Er beschreibt gewünschte Pipeline-Abläufe über eine Konfiguration und ergänzt damit den stärker skriptbasierten Ansatz. Die zugrunde liegende Verwaltung von Build- und Testketten als versionierbarer Code hatte Jenkins 2.0 bereits im April eingeführt.
Davon zu unterscheiden ist der grafische Pipeline Editor. Er ist zum Zeitpunkt der Mitteilung noch in Arbeit und für eine spätere Beta vorgesehen. Geplant ist, visuell angelegte Pipelines als deklaratives Jenkinsfile im Repository zu speichern und von dort wieder einzulesen. Die Beta-Freigabe von Blue Ocean bedeutet somit nicht, dass auch der Editor schon verfügbar ist.

