Die Fachkräftelücke in IT-Berufen ist im März 2024 spürbar geschrumpft, allerdings nicht wegen steigender Ausbildungszahlen. Laut dem Fachkräftereport des Kompetenzzentrums Fachkräftesicherung (Kofa) sank die Zahl der offenen IT-Stellen um 18,4 Prozent, während die Zahl arbeitssuchender Fachkräfte um 28,8 Prozent stieg.
Damit liegt der IT-Bereich deutlich über dem Durchschnitt aller Branchen, in denen die Arbeitslosenzahl im gleichen Zeitraum nur um 9,2 Prozent stieg und offene Stellen lediglich um 3,7 Prozent zurückgingen. Auf 52.142 offene IT-Stellen kamen den Zahlen zufolge 39.219 Arbeitslose. Die Fachkräftelücke schrumpfte damit um 46,1 Prozent auf 19.372 unbesetzbare Stellen.
Konjunkturschwäche als Hauptursache
Trotz des Rückgangs bleibt die Zahl der unbesetzten Stellen nach Einschätzung der Studienautoren auf einem historisch hohen Niveau. Als Ursache nennen sie die schwache Konjunktur und die unsichere wirtschaftliche Entwicklung, wegen der Unternehmen größere IT-Projekte verschieben oder streichen.
Die Autoren ziehen einen Vergleich zur Coronapandemie: Zwischen März 2020 und März 2021 sank die Fachkräftelücke in IT-Berufen um knapp ein Viertel, erholte sich danach aber wieder deutlich. Ende 2022 hatte die Zahl offener IT-Stellen einen neuen Höchststand erreicht, bei einer wirtschaftlichen Erholung dürfte die Nachfrage nach IT-Fachkräften daher schnell wieder steigen.
