ironSource hat am 8. April 2018 die Berechnung und Nutzung des Lifetime Value für Apps und Mobile Games erläutert. Die Kennzahl erfasst den Wert einer Nutzergruppe über ihre Nutzung der Anwendung. Der heute bei Unity archivierte Text stammt vom ironSource-Content-Team, nicht aus einer damaligen gemeinsamen Ankündigung beider Unternehmen.
Nutzergruppen und Zeiträume vergleichbar halten
Kohorten können etwa nach Land, App-Version oder Installationsdatum gebildet werden. Der Lifetime Value hängt zudem davon ab, welche Einnahmen oder Aktivitäten berücksichtigt werden. Für Mobile Games nennt ironSource insbesondere In-App-Käufe und belohnte Videoanzeigen. Ein Wert sieben Tage nach der Installation ist nicht mit einer Schätzung für den gesamten Nutzungszeitraum gleichzusetzen.
Bei der Nutzergewinnung stellt der Anbieter den prognostizierten LTV den Kosten pro Installation, kurz CPI, gegenüber. Für die betriebliche Bewertung ist zusätzlich die Kostenbasis wichtig: Wird nur Umsatz betrachtet, bleiben beispielsweise Betrieb und Produktion außerhalb dieser Kennzahl. LTV oberhalb von CPI ist dann noch kein Nachweis eines Gewinns nach sämtlichen Kosten.
Werbewirkung ist eine Anbieterbehauptung
ironSource empfiehlt einen verständlichen Einstieg, Deep Links, Push-Benachrichtigungen und Rewarded Videos. Bei Letzteren erhalten Spieler für das Ansehen einer Anzeige beispielsweise Spielwährung. Aussagen über bessere Bindung oder zusätzliche Käufe stammen hier vom Anbieter; der Beitrag legt dafür keine unabhängige Vergleichsstudie vor.
Bereits 2017 hatte ironSource interaktive Werbeformate und spielbare Anzeigen beschrieben. Für die Prüfung solcher Maßnahmen sollten Entwickler vergleichbare Kohorten und denselben Messzeitraum verwenden. Ein steigender Umsatzwert allein beantwortet nicht, ob zusätzliche Werbung die Spielerfahrung verbessert.
Archivhinweis: Der Beitrag dokumentiert den ironSource-Text vom April 2018. Die heutige Unity-Adresse ist dessen Archivquelle, keine Aussage über die damalige Unternehmenszugehörigkeit.

