Netgear hat auf der IFA 2019 das Orbi AX6000 vorgestellt, sein bisher leistungsstärkstes Mesh-WLAN-System. Das Set mit der Modellbezeichnung RBK852 besteht aus einem Router (RBR850) und einer Satelliten-Einheit (RBS850) und kostet im Dreierpack rund 1.100 Euro, im Satelliten-Doppelpack rund 800 Euro. Die Verfügbarkeit ist für November 2019 geplant.
Jede Einheit bringt drei Funkmodule mit. Zwei arbeiten im 5-GHz-Band nach 802.11a/n/ac/ax (Wi-Fi 6), wovon eines als dedizierter Backhaul-Kanal zwischen Router und Satelliten reserviert ist. Das dritte Funkmodul deckt das 2,4-GHz-Band mit 802.11b/g/n/ax ab. Die maximale Bruttobandbreite gibt Netgear mit 2.400 MBit/s je 5-GHz-Radio und 1.200 MBit/s im 2,4-GHz-Band an. Beide Gerätetypen unterstützen MU-MIMO und Beamforming.
2,5-Gigabit-Anschluss am Router
Eine technisch bemerkenswerte Besonderheit steckt im Router RBR850: Neben vier Gigabit-LAN-Ports bietet er einen WAN-Anschluss mit 2,5 Gbit/s nach dem Standard 802.3bz (NBase-T). Dieser Anschluss lässt sich zur Redundanz auch mit einem der Gigabit-Ports kombinieren. Für Gaming-Setups und Entwicklernetze, in denen WLAN-Backhaul und kabelgebundenes Netz zusammenwirken, ist das relevant, sobald Internet- oder NAS-Verbindungen die Gigabit-Grenze überschreiten. Die Satelliten (RBS850) kommen dagegen nur mit Gigabit-RJ45-Ports.
Als Prozessor setzt Netgear einen Quad-Core-SoC mit vier Kernen bei je 2,2 GHz ein. Den Hersteller nennt Netgear nicht explizit; die Spezifikationen passen zur Qualcomm-Networking-Pro-1200-Plattform, für die Qualcomm Netgear damals als frühen Partner seiner Orbi-Serie nannte. Router und Satelliten verfügen über 512 MByte Flash und 1 GByte RAM. Das System ist für bis zu rund 100 gleichzeitige Nutzer ausgelegt.

