Das kanadische Studio Hothead Games hat nach 18 Jahren den Betrieb eingestellt. In einem offiziellen Beitrag auf LinkedIn bestätigte das Unternehmen, dass die Türen am 13. Dezember 2024 endgültig geschlossen wurden und Insolvenz angemeldet wurde.
Hothead Games wurde 2006 in Vancouver gegründet. Das Studio arbeitete zunächst an PC- und Konsolenspielen, wechselte später zu Mobile Games und entwickelte unter anderem die Reihen Kill Shot, Rivals at War und Big Win. In den vergangenen Jahren kehrte das Unternehmen auch zu Auftragsarbeiten für mehrere Plattformen zurück.
Publishing-Verträge scheitern
Nach Angaben von CEO Ian Wilkinson hatte Hothead Games in den zwölf Monaten vor der Schließung ein spielbares Projekt für eine große Marke fertiggestellt. Das Studio hoffte, Verträge für eine Mobile-Version sowie für eine Konsolen- und PC-Fassung abzuschließen.
Zwei Wochen vor dem Ende zog sich zunächst der Mobile-Publisher wegen einer geänderten Geschäftsstrategie zurück. Kurz darauf fiel auch der Vertrag für die Konsolen- und PC-Version weg. Damit fehlte Hothead Games die Grundlage für eine Fortführung des Betriebs.
Studio mit mehreren Entwicklungsphasen
Hothead Games begann mit lizenzierten und eigenen Download-Spielen für PC und Konsole, verlagerte den Schwerpunkt später auf Mobile Games und arbeitete anschließend erneut plattformübergreifend. Die Studiohistorie zeigt, wie stark sich Geschäftsmodelle in der Spieleentwicklung über die Jahre verändern können.
Wie viele Beschäftigte unmittelbar von der Insolvenz betroffen sind, wurde in der Mitteilung nicht genannt. Wilkinson verwies auf die gemeinsame Arbeit der Teams und die Hoffnung, dass die ehemaligen Beschäftigten ihre Erfahrung in neuen Projekten einsetzen können.
