Microsoft Research demonstrierte Ende März 2016 mit Holoportation eine 3D-Aufnahmetechnik für Mixed Reality. Das System rekonstruiert Personen als hochwertige 3D-Modelle, komprimiert die Daten und überträgt sie in Echtzeit an einen anderen Ort.
In Kombination mit HoloLens sollen entfernte Teilnehmer dadurch sichtbar, hörbar und interaktiv in derselben räumlichen Umgebung erscheinen. Das Demonstrationsvideo zur Holoportation zeigt den Versuchsaufbau und die Darstellung der übertragenen Person.
3D-Modelle statt Videobild
Bei einem gewöhnlichen Videochat bleibt das Gegenüber auf eine zweidimensionale Bildfläche beschränkt. Holoportation setzt dagegen auf ein räumliches Modell, das in einer Mixed-Reality-Ansicht mit der realen Umgebung verbunden wird. Die Person wird dadurch nicht physisch teleportiert, kann aber aus verschiedenen Blickwinkeln als Teil des Raums betrachtet werden.
Computer Vision für interaktive Inhalte
Microsoft Research ordnete das Projekt den Bereichen Computer Vision sowie Grafik und Multimedia zu. Für die Spieleentwicklung und interaktive Medien ist der Ansatz deshalb als mögliche Grundlage für räumliche Zusammenarbeit, virtuelle Produktion oder digitale Darsteller interessant. Eine ältere HoloLens-Demonstration mit NFL-Szenen zeigte bereits zuvor, wie Microsoft Sportinhalte mit räumlichen Einblendungen kombinierte.
