Microsoft hat am 2. Februar 2016 eine HoloLens-Demo zur Zukunft von NFL-Übertragungen vorgestellt. Das Konzept legt virtuelle Spielfelder, Stadionszenen und Spielzüge als dreidimensionale Einblendungen in den Raum. Nutzer sollen damit nicht mehr nur auf ein rechteckiges Fernsehbild schauen.
Die Demo verbindet das Livebild mit räumlich platzierten Informationen. Ein Spielfeld kann auf einer Tischfläche erscheinen, während Wiederholungen und Statistiken aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet werden. Microsoft zeigt außerdem lebensgroße Darstellungen von Spielern, die neben dem Fernseher stehen können. Die Steuerung erfolgt per Gesten.
Das offizielle Microsoft-Demovideo zeigt den Ansatz in einer Football-Übertragung. Als zusätzliche Interaktion nennt Microsoft Fantasy Football. Die virtuelle Mannschaft erhält Punkte auf Basis der realen Spielleistungen, während das laufende Spiel weiter verfolgt wird.
HoloLens als räumliche Oberfläche
Im Unterschied zu einer geschlossenen VR-Brille bleibt die reale Umgebung sichtbar. Das ist für Statistiken, Wiederholungen und begleitende Spielelemente relevant, weil der Blick zwischen Raum und Übertragung wechseln kann. Microsoft bezeichnet den Ansatz als Mixed Reality und positioniert die HoloLens damit als räumliche Oberfläche für Inhalte und Anwendungen.
Die HoloLens-Entwicklerversion sollte im ersten Quartal 2016 für 3.000 US-Dollar erhältlich sein. Die NFL-Demo zeigt damit nicht nur eine mögliche Fernsehanwendung, sondern auch ein frühes Beispiel dafür, wie Entwickler Sportdaten, virtuelle Objekte und spielerische Interaktion in einer gemeinsamen räumlichen Darstellung verbinden konnten.
