Die William Morris Gallery in London hat am 26. Februar 2019 die Ausstellung Haiku Adventure: The Craft of Games eröffnet. Small Island Games stellt darin den Entwicklungsprozess des gleichnamigen Indie-Spiels den japanischen Ukiyo-e-Drucken gegenüber, die seine Gestaltung beeinflusst haben.
Die Verbindung begann mit der Ausstellung Sheer Pleasure: Frank Brangwyn and the Art of Japan im Jahr 2017. Sie gab den Anstoß für das Spielkonzept. Für Haiku Adventure 2019 kombiniert die Galerie Originaldrucke, interaktive Spielansichten und einen Überblick über die Produktion.
Illustration und Gestaltung als Teil der Spieleproduktion
In einem Originalinterview mit GamesIndustry.biz erläutern die Studio-Mitgründer Ceri Williams und James Morgan das Ziel der Schau: Spieleentwicklung soll auch als künstlerische und gestalterische Arbeit sichtbar werden, nicht nur als Programmierung. Die Ausstellung schafft dafür einen direkten Vergleich zwischen Vorlagen und digitalen Entwürfen.
Der Produktionsprozess selbst wird damit zum Gegenstand der Präsentation. Ein fertiges Spiel oder ein bestimmter Verkaufserfolg ist dafür keine Voraussetzung. Die Schau richtet sich zugleich an ein kunstinteressiertes Publikum, das mit der Arbeit unabhängiger Spieleentwickler wenig vertraut ist.
Archivhinweis: Die Galerie dokumentiert eine Laufzeit vom 26. Februar bis 15. September 2019. Die Ausstellung ist beendet; der Beitrag beschreibt kein aktuelles Besuchsangebot.

