Das Gradle-Team hat am 26. November 2018 Gradle 5.0 veröffentlicht. Die neue Hauptversion macht die Kotlin DSL produktiv, unterstützt Builds mit JDK 11 und erweitert die Verwaltung von Abhängigkeiten. Gradle dient als Build-System für Java-, Kotlin- und native Projekte und kann damit auch in technischen Produktionsumgebungen für interaktive Anwendungen eingesetzt werden.
Die Kotlin DSL 1.0 bringt laut den offiziellen Release Notes bessere Unterstützung beim Editieren, bei der Codevervollständigung, bei der Fehleranzeige und beim Refactoring in IDEs. Groovy bleibt als alternative Sprache für Build-Skripte erhalten. Für Teams, die ihre Build- und Entwicklungsprozesse versionieren, ändert sich damit vor allem die Bedienung der Konfiguration.
Java 11 und Abhängigkeiten
Gradle 5.0 kann mit JDK 11 ausgeführt werden. Gleichzeitig führt die Version die Ausrichtung von Abhängigkeitsversionen ein. Module einer logischen Plattform können dadurch auf gemeinsame Versionsstände gebracht werden, etwa über ein Maven BOM. Das soll Konflikte in größeren Projektgraphen besser kontrollierbar machen.
Die Version verbessert außerdem gradle init und ergänzt neue Projektvorlagen für Kotlin-Bibliotheken und Kotlin-Anwendungen. Für Plugin-Autoren wurden unter anderem die Provider-API und die öffentliche Erstellung von SourceDirectorySet-Instanzen erweitert. Gradle 5.0 setzt dabei mindestens Java 8 voraus.
Änderungen für Build- und Plugin-Teams
Mit Gradle 5.0 wurden mehrere zuvor experimentelle Funktionen in den stabileren Entwicklungsstand überführt. Dazu zählen parallele Task-Ausführung, Continuous Builds, Composite Builds, das Java-Gradle-Plugin und der Build-Init-Mechanismus. Ältere, bereits entfernte oder geänderte APIs können beim Wechsel von Gradle 4.x Anpassungen erfordern. Die offizielle Upgrade-Anleitung führt die möglichen Bruchstellen auf.

