Google hat am 10. Mai 2017 die Übernahme des VR-Studios Owlchemy Labs bestätigt. Das Team entwickelte Job Simulator und Rick and Morty: Virtual Rick-ality. Einen Kaufpreis nennen weder Google noch Owlchemy in ihren Mitteilungen.
Googles damaliger VR- und AR-Entwicklungsleiter Relja Markovic beschreibt die Arbeit an immersiven Spielen und neuen Interaktionsmodellen für unterschiedliche Plattformen als gemeinsames Ziel. Er verweist auf Owlchemys natürliche und intuitive Bedienkonzepte. Das ist die Begründung des Käufers, kein unabhängiges Qualitätsurteil über die Spiele.
Vive, Oculus Touch und PlayStation VR bleiben im Plan
Owlchemy erklärt in seiner eigenen Übernahmemitteilung, weiterhin VR-Inhalte für HTC Vive, Oculus Touch und PlayStation VR entwickeln zu wollen. Der Schwerpunkt auf Handinteraktionen und zugänglicher Bedienung soll bestehen bleiben. Die Ankündigung enthält damit keinen sofortigen Wechsel zu einer ausschließlich Google-eigenen Plattform.
Das Studio nennt zum Zeitpunkt der Übernahme 23 Teammitglieder. Es beschreibt Job Simulator als Ergebnis längerer Prototypenarbeit mit getracktem Kopf und Händen. Hinzu kommen ein Spectator Mode und eine tiefenbasierte Mixed-Reality-Technik für die Darstellung von VR-Spielmaterial.
Interaktionstechnik statt bloßer Inhaltskatalog
Bereits bei der Vive-Ankündigung von HTC und Valve im März 2015 gehörte Owlchemy zu den beteiligten Content-Studios. Die Übernahme betrifft deshalb ein Team mit praktischer VR-Produktionserfahrung, nicht nur die Rechte an zwei Spielen.
Für die technische Bewertung sind Handinteraktion und die Darstellung von VR für Zuschauer getrennte Aufgaben. Das erste betrifft die Bedienung im Headset, das zweite die Vermittlung des Geschehens auf einem Bildschirm. Die Firmenmeldungen liefern dazu keine vergleichbaren Leistungs- oder Kostenmessungen.
Archivhinweis: Der Beitrag dokumentiert die Übernahmeankündigung vom Mai 2017. Das offizielle Teamfoto stammt aus der damaligen Owlchemy-Mitteilung und zeigt nicht den heutigen Personalstand.

