glbinding 2.0: OpenGL-Bibliothek verbessert C++-Support und CI

Die Open-Source-Bibliothek glbinding ist in Version 2.0 erschienen. glbinding bindet die OpenGL-API an C++ an und richtet sich an 2D- und 3D-Anwendungen. Die offiziellen Release Notes zu glbinding 2.0 nennen neue Versionen für MSVC, GCC und Clang sowie eine überarbeitete Continuous-Integration-Konfiguration.

Das Projekt wird von CG Internals und der Computer Graphics Systems Group des Hasso-Plattner-Instituts entwickelt. Die Bibliothek erzeugt ihre C++-Anbindung aus der XML-Spezifikation gl.xml. Dadurch können neue OpenGL-Versionen und einzelne Funktionsgruppen über getrennte Header-Verzeichnisse eingebunden werden.

Mehr Compiler und neue Build-Optionen

Version 2.0 ergänzt Unterstützung für NMake und Cygwin. Die Entwickler überarbeiteten außerdem die CMake-Konfiguration und setzen nun mindestens CMake 3.0 voraus. Nach Angaben des Projekts sinken Kompilierzeit und Ressourcenbedarf auf den meisten unterstützten Plattformen. Für die kontinuierliche Prüfung nennt das Projekt unter anderem MSVC 2013 und 2015, mehrere GCC-Versionen, Clang, Travis CI und Coverity.

Typensichere OpenGL-Anbindung

glbinding bildet die OpenGL-Spezifikation auf C++-Funktionen und Datentypen ab. Die typensichere Struktur soll fehlerhafte Aufrufe früher sichtbar machen und die Auswahl einer konkreten OpenGL-Version erleichtern. Das ist auch für Grafikcode in Spieleprojekten interessant, wie der zeitlich ältere Beitrag zum OpenGL-Renderer der CRYENGINE zeigt.

Für bestehende Projekte bringt die neue Hauptversion eine inkompatible Änderung im CMake-Find-Skript. Die Variablen GLBINDING_LIBRARIES und GLBINDING_INCLUDES werden nicht mehr definiert. Stattdessen soll die Bibliothek über das Ziel glbinding::glbinding mit target_link_libraries eingebunden werden. Die vollständige Liste der Änderungen steht in den verlinkten Release Notes.

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