Paul Haile von Infinity Ward hat auf der GDC 2018 den Produktionsablauf von Call of Duty: Infinite Warfare vorgestellt. Die offiziellen Vortragsfolien beschreiben getrennte Wege für interne Codefreigaben, auslieferbare Entwicklungsstände und Patches. Das sind dokumentierte Studioabläufe, keine allgemeingültige Vorgabe für andere Teams.
Mindestens drei interne Codefreigaben pro Woche
Die Folien nennen mindestens drei Codefreigaben pro Woche. Änderungen durchlaufen Entwicklungs- und Staging-Zweige sowie eine eigene QA-Prüfung, bevor sie zurück in Main gelangen. Compass verwaltet automatische Integrationen; eine Hotfix-Pipeline dient einzelnen dringenden Korrekturen. Diese internen Freigaben sind nicht mit drei öffentlich ausgelieferten Spielupdates gleichzusetzen.
Für Release-Builds markieren Entwickler ihre Changelists mit dem vorgesehenen Entwicklungsziel. Das Produktionsteam integriert passende Änderungen und löst den Build aus. Getrennte Streams erlauben parallel laufende Entwicklungsarbeit, QA und Plattformprüfung. Die Folien nennen außerdem einen Wechsel von manuell gepflegten Asset-Listen zu checksum- und manifestgesteuerter Patch-Erstellung.
Werkzeuge ersetzen die Freigabeentscheidung nicht
Die Produktionsverantwortung bleibt beim Team: Eine automatisierte Integration entscheidet nicht selbst, ob ein Build auslieferbar ist. Auch die Verknüpfung von Perforce-Changelists mit Anforderungen und Testfällen in Helix ALM betrifft die Nachverfolgbarkeit, nicht den Ersatz einer Qualitätsentscheidung.
Das Beitragsbild zeigt das Code-Release-Diagramm aus den offiziellen Folien. Der Beitrag beschreibt den GDC-Stand von 2018, nicht die heutige Pipeline bei Infinity Ward.

