Google hat am 13. Dezember 2017 den Graphics API Debugger GAPID vorgestellt. Das Werkzeug zeichnet Grafikbefehle auf und macht deren Wirkung Schritt für Schritt sichtbar. Die Release-Seite zu GAPID 1.0.0 stellt die zugehörigen Downloads bereit.
Bei fehlenden Objekten oder unerwarteten Bildinhalten kann das Team eine Aufzeichnung nachträglich untersuchen: Welcher Befehl verändert den Framebuffer, und welcher Zustand liegt dabei vor? Google nennt OpenGL ES auf Android sowie Vulkan auf Android, Windows und Linux als unterstützte Kombinationen.
Shader-Experimente in der Aufzeichnung
API-Aufrufe und Shader lassen sich innerhalb der erfassten Daten verändern. Beispiele aus der Ankündigung sind eine andere Textur und eine veränderte Bloom-Berechnung. Solche Versuche erfordern keinen erneuten Build der Anwendung oder ihrer Assets. Sie verändern jedoch nicht automatisch den Quellcode des eigentlichen Spiels.
Aufnahme, Analyse und Wiedergabe sind getrennt
Die Projektbeschreibung der Version 1.0.0 trennt den Interceptor für die Aufzeichnung, den Analyseserver, die Replay-Komponente und die grafische Oberfläche. Android-Anwendungen müssen für die Aufnahme als debuggable gekennzeichnet sein; alternativ nennt das Projekt Root-Zugriff auf das Gerät.
Für die Grafik-QA liefert eine Aufzeichnung damit einen untersuchbaren Befehlsablauf statt nur eines fehlerhaften Endbildes. Daraus folgt keine garantierte Beschleunigung des Spiels. Google hatte zuvor bereits Ion als quelloffene OpenGL-Bibliotheks- und Werkzeugsammlung veröffentlicht.
Archivhinweis: Beschrieben ist der Stand vom Dezember 2017. Das Beitragsbild ist ein unverändertes Standbild aus Googles damaliger GAPID-Demonstration, keine Aufnahme eines aktuellen Releases.

