Gaming-Sucht: Wenn aus Profi-Träumen ein Gesundheitsproblem wird

Der damalige Bericht über Gaming-Sucht und E-Sportler beschreibt den Unterschied zwischen professionellem Training und einer behandlungsbedürftigen Computerspielabhängigkeit. Klaus Wölfling von der Universitätsmedizin Mainz warnte darin, dass finanzielle Anreize und der Wunsch nach einer Profi-Karriere problematisches Spielverhalten verstärken können.

Nach den im Bericht genannten Schätzungen galten 2018 in Deutschland mehr als 240.000 Menschen als gaming-süchtig. Rund 3.000 Betroffene suchten im Vorjahr eine Therapie. Die Zahlen sind historische Angaben und nicht mit aktuellen Studien gleichzusetzen.

Therapie setzt Einsicht und klare Grenzen voraus

Die Ambulanz für Spielsucht der Universitätsmedizin Mainz behandelt Verhaltenssüchte und untersucht Mediennutzung. Als Warnzeichen gelten nicht einzelne lange Spieltage, sondern ein über längere Zeit dominierendes Spielverhalten, das Schlaf, Arbeit, soziale Beziehungen oder finanzielle Verpflichtungen verdrängt.

Der Bericht nennt Patienten, die täglich viele Stunden spielten und gereizt reagierten, wenn sie nicht spielen konnten. Für die Behandlung sei es entscheidend, dass Betroffene ihr Verhalten selbst als Problem erkennen. Eine Profi-Laufbahn im eSports kann dagegen nur für wenige Spieler realistisch sein und erfordert klare Trainings- und Erholungsstrukturen.

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