Der KI-Assistent von Microsoft rückt tiefer ins Xbox-Ökosystem. Gaming Copilot hat das Unternehmen am 18. September 2025 für PC und Mobilgeräte angekündigt. Im PC Game Bar lief der Rollout als Beta direkt zur Ankündigung an und erreicht die Nutzerschaft über die folgenden Wochen schrittweise. In der Xbox-Mobile-App für iOS und Android soll Gaming Copilot ab Oktober 2025 bereitstehen. Den Zugang erhalten nur Spielende ab 18 Jahren, und zwar in allen Regionen außer dem chinesischen Festland.
Der Assistent soll während des Spielens kontextbezogen helfen. Gaming Copilot erfasst dazu den Bildschirminhalt und beantwortet Fragen zum aktuell sichtbaren Geschehen, etwa zu Quests, Strategien oder Charakter-Builds. Dazu kommen Spielempfehlungen nach Genre oder Spielhistorie sowie Hilfe beim Verfolgen von Erfolgen. Für solche Einordnungen zieht das System die Kontodaten des jeweiligen Profils heran. Die Echtzeitanalyse beschreibt Microsoft so: Gaming Copilot kenne nicht nur das gespielte Spiel, sondern verstehe auch, was die spielende Person darin gerade tue. Vergleichbare Hardware-Bündel wie das von Microsoft präsentierte Lineup deuten in dieselbe Richtung.
Sprachsteuerung und zwei Betriebsmodi im PC Game Bar
Am PC gibt es zwei Eingabewege. Über Push to Talk holt man sich schnelle Hilfe zum aktuellen Geschehen, ohne das Spiel zu verlassen. Der Mini Mode hält längere Gespräche in einem minimierten Widget bereit. Beide ergänzt der Voice Mode, der die Bedienung freihändig per Spracheingabe erlaubt. Da der Assistent direkt im Game Bar sitzt, nutzt er das bestehende Overlay von Windows. Ein separates Fenster braucht es nicht.
Als Nächstes Handhelds, später Konsolen
Microsoft kündigte außerdem eine Optimierung für Handhelds an, darunter das am 16. Oktober erscheinende ROG Xbox Ally. Eine Anpassung für die Xbox-Konsolen stellte das Unternehmen ebenfalls in Aussicht, einen konkreten Termin nannte es aber nicht. Über PC, Mobilgeräte und perspektivisch Handhelds wird Gaming Copilot damit zum plattformübergreifenden Teil der Xbox-Dienste. Die zuvor in der Beta erprobten Funktionen erreichen so eine breitere Nutzerschaft.
