Moth zeigte auf der gamescom 2026 das Browser-Spiel Quantum Backrooms und eine Plattform für eigene Quantenanwendungen. Auf der offiziellen Projektseite beschreibt Moth Quantum Backrooms als Spielwelt, deren Labyrinthe mit realer Quantenhardware erzeugt werden. Das Spiel ist ohne Download und Konto im Browser zugänglich.
Die Struktur der Levels entsteht nicht mit einer herkömmlichen Zufallsroutine. Laut Moth bildet jedes Qubit des verwendeten Quantenprozessors einen Raum oder ein Feld im Labyrinth. Die Beziehungen zwischen den Qubits bestimmen unter anderem Wände und Durchgänge. Dadurch entstehen wechselnde Karten, die das Verhalten einer Quantum Processing Unit direkt in das Spielsystem übertragen.
Quantenhardware als Spielsystem
Quantum Backrooms greift die Ästhetik der Backrooms auf und setzt sie in drei Spielmodi um: Story, First Person und Arcade. Moth hat das Projekt nach eigenen Angaben bereits auf Quantenhardware von IBM und IQM ausgeführt. Im Mittelpunkt steht damit weniger eine klassische Simulation von Quantencomputing als die direkte Nutzung von Quantenzuständen für die Erzeugung der Spielumgebung.
Moth öffnet Plattform für Entwickler
Neben dem Spiel zeigte Moth eine noch nicht öffentlich vollständig gestartete Plattform. Erste Alpha-Nutzer sollen damit eigene Quantenanwendungen erstellen können, auch ohne tiefgreifende technische Kenntnisse. Moth plant nach eigenen Angaben einen öffentlichen Start in den kommenden Monaten und arbeitet an weiteren Werkzeugen für Entwickler und Kreative.
Der gamescom-Auftritt entstand gemeinsam mit dem finnischen Studio MiTale. Dessen Spiel C.L.A.Y. nutzt die Quanten-Technologie von Moth für prozedurale Generierung. Damit dient Quantum Backrooms zugleich als spielbare Demonstration für einen Ansatz, der künftig auch in Produktionswerkzeugen für interaktive Inhalte eingesetzt werden könnte.

