Bundeskanzlerin Angela Merkel sah vor der gamescom 2017 weiteren Spielraum bei der Unterstützung der Spielebranche. Im offiziellen Podcast-Transkript vom 19. August 2017 verwies sie auf Start-up-Förderung und sagte: „Wir können noch zulegen.“ Die Fragen stellte die Computerspielforscherin Melanie Fritsch.
Merkel nannte den High-Tech-Gründerfonds und KfW-Kredite als Instrumente, die ihrer Einschätzung nach auch der Branche helfen. Fritsch fragte nach internationalen Fördermodellen und Tax Credits. Merkels Antwort enthielt jedoch weder ein neues branchenspezifisches Förderprogramm noch eine Zusage für Steuergutschriften.
Fachkräfte und Ausbildung als Standortfragen
Beim digitalen Fachkräftemangel erwog Merkel eine gezieltere Zuwanderung. Für Ausbildung und Studiengänge sollten auch die Unternehmen ihre Anforderungen formulieren. Daneben sprach sie über die Anerkennung von Spielen als Kulturgut und deren Archivierung.
Für Studios ist die Unterscheidung zwischen einer politischen Absicht und einer nutzbaren Förderung wesentlich: Aus einer allgemeinen Aussage folgen noch keine Antragsbedingungen, Fördersummen oder bewilligten Projekte. Solche Details nennt dieses Gespräch nicht.
Archivhinweis: Der Beitrag dokumentiert das Gespräch vor der Messe im August 2017, nicht eine aktuelle Förderzusage. Das Titelbild zeigt die erste Seite des offiziellen Transkripts und ist kein Foto der späteren Messeeröffnung.

