Der game-Verband warnte am 3. Mai 2023 vor einem erneuten Antragsstopp bei der bundesweiten Games-Förderung. Nach Angaben des Verbands hatte das Bundeswirtschaftsministerium angekündigt, dass für die Förderjahre 2023 und 2024 zeitweise keine neuen Anträge angenommen werden könnten. Die offizielle Stellungnahme datiert vom selben Tag.
Förderbudget drohte erneut ausgeschöpft zu werden
Der Verband verwies auf die bereits Ende Oktober 2022 ausgeschöpften Mittel. Für 2023 war das Bundesbudget danach auf 70 Millionen Euro angehoben worden. Nach Darstellung des game waren in den beiden vorherigen Jahren 26 Prozent mehr Unternehmen entstanden und die geförderten Projekte größer geworden.
Der erneute Stopp gefährdete aus Sicht des Verbands die Planbarkeit von Investitionen und Produktionen. game-Geschäftsführer Felix Falk forderte deshalb, das Budget bis zur Einführung einer steuerlichen Förderung auf 125 Millionen Euro zu erhöhen.
Forderung nach steuerlicher Games-Förderung
Der Verband schlug neben einem kleineren Fonds für Projekte mit geringeren Budgets einen steuerlichen Fördermechanismus vor. Frankreich, Großbritannien und Kanada wurden als Beispiele für solche Modelle genannt. Ein früherer Bericht zur Forderung nach verlässlicher Games-Förderung beschrieb bereits die politischen Erwartungen der Branche.
