Der Bundesrat befasst sich mit einer Reform der Games-Förderung, die Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck vorgelegt hat. Im Wirtschaftsausschuss stand das Vorhaben am 7. November 2024 auf der Tagesordnung. Der Entwurf sieht feste Einreichungs-Stichtage, eine Anhebung der Mindestprojektgröße auf 300.000 Euro sowie ein Verbot der Kumulation von Bundes- und Ländermitteln vor.
Kritik kommt aus dem Saarland: Ministerpräsidentin Anke Rehlinger (SPD) brachte einen Entschließungsantrag ein und warnte, dass die Reform Start-ups und kleinere Studios benachteilige. Etwa die Hälfte der bislang rund 570 gefoerderten Projekte könnte künftig herausfallen. Als Alternative solle sich der Bund für steuerliche Regelungen wie Tax Credits einsetzen.
Hintergrund ist die Kritik des Bundesrechnungshofs an der bisherigen Vergabepraxis. Bereits 2023 musste das Wirtschaftsministerium neue Anträge stoppen, weil die Mittel aufgebraucht waren. Zur Finanzierung der Branche zählt auch die spätere Aufstockung im Bundeshaushalt für die Games-Förderung. Details zur Reform sind der Bundesrats-Drucksache 411/24 zu entnehmen.
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