Die Ausgabe Make 2/2015 stellt vier Modifikationen für den Game Boy Pocket vor. Die Projekte richten sich an Bastler, die Nintendos kompakte Handheld-Hardware technisch und optisch verändern möchten.
Im Mittelpunkt stehen eine Hintergrundbeleuchtung für das nicht beleuchtete Display, eine Änderung der Taktung, ein Audio-Mod und eine neue Lackierung des Gehäuses. Die Ausgabe beschreibt die Eingriffe als eigenständige Projekte. Sie lassen sich daher einzeln umsetzen, setzen aber einen sicheren Umgang mit der geöffneten Konsole voraus.
Backlight, Übertakten und Audio-Mod
Eine Backlight-Mod verbessert die Ablesbarkeit des reflektiven Bildschirms. Über die Taktung kann sich die Geschwindigkeit bestimmter Spiele verändern. Der Audio-Mod zielt auf einen klareren Klang und macht den Game Boy Pocket auch für musikalische Anwendungen interessant. Das Lackieren betrifft dagegen vor allem das Gehäuse und verändert die Optik des Geräts.
Die Projekte zeigen, wie eng klassische Konsolenhardware und Reparaturpraxis bei älteren Geräten zusammenhängen. Für die Arbeiten werden je nach Modifikation unter anderem ein Triwing-Schraubendreher, ein Kreuzschlitzschraubendreher, Lötwerkzeug und geeignete Ersatzteile benötigt.
Vorbereitung vor dem Öffnen
Vor jeder Änderung sollte der Game Boy Pocket zunächst auf seine Funktion geprüft werden. Anschließend werden die Batterien entfernt und das Gehäuse geöffnet. Display und Platine müssen getrennt werden, bevor die Hauptplatine aus dem Gehäuse genommen wird. Schrauben, Tasten und weitere Kleinteile sollten geordnet abgelegt werden, damit beim Zusammenbau nichts fehlt.
Die vollständigen Arbeitsschritte und die Materiallisten stehen in der Make-Ausgabe 2/2015. Die vier Projekte sind als historische Modifikationsideen interessant, ersetzen aber keine Prüfung der jeweiligen elektrischen Risiken und der Kompatibilität moderner Ersatzteile.
